Neue Halstücher für den VCP;
Hans-Jürgen Poppek wird als Bundesvorsitzender wiedergewählt.
Kassel, Rieneck, den 22. Juni. Am vergangenen Wochenende tagte die 37. Bundesversammlung, das höchste politische Gremium des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) auf Burg Rieneck im Spessart.
Der Bundesvorsitzende Hans-Jürgen Poppek wurde mit 106 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen entlastet. Ein großes Thema war die Verabschiedung der Anträge zur Stufenkonzeption. Die Anträge mit den Vorschlägen zu sprachlichen und inhaltlichen Änderungen bzw. Ergänzungen wurden mit großer Mehrheit angenommen.
Auch über Erkennungszeichen für die einzelnen Altersstufen wurde abgestimmt. Sichtbares Ergebnis sind die neuen Halstücher: Zukünftig wird die Kinderstufe blaue Halstücher mit rotem Rand – vormals waren die Halstücher nur rot – tragen. Die Pfadfinderinnen- und Pfadfinderstufe wird an grünen Halstuchrändern erkennbar sein, dabei tragen die Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder hellgrüne Streifen, die Pfadfinderinnen und Pfadfinder dunkelgrüne Streifen. Die Halstücher der Ranger und Roverstufe haben einen bordeauxroten Streifen. Das Halstuch für die erwachsenen VCP-Mitglieder soll ebenfalls noch einen Streifen erhalten. Zur Bundesversammlung 2010 soll ein entsprechender Beschlussvorschlag erarbeitet werden. Ein wichtiges Argument für die 108 Delegierten war der Wunsch der Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus den ostdeutschen Ländern nach neuen Halstüchern. Dort werden die blauen und roten Tücher ungern getragen, weil es hier historisch begründete Vorbehalte gibt: Die Pioniere (Staatsjugend der DDR) trugen Halstücher in diesen Farben. Die Anträge zur Spielidee der Kinderstufe und zum politischen Lernen wurden mit großer Mehrheit verabschiedet.
Die Konzeption für den Bundeszeltplatz Großzerlang wurde vorgestellt. Besonders innovativ ist hier die Kombination erlebnispädagogischer Schwerpunkte, ökologischer Inhalte und nachhaltiger Nutzung.
Der UN-Jugenddelegierte und VCPer Falko Mohrs stellte seine politische Arbeit vor und referierte Möglichkeiten zur politischen Mitbestimmung von jungen Menschen in der internationalen Politik.
Einige Aspekte der Arbeit des Findungsausschuss wurden kontrovers diskutiert. Die Versammlung wünschte eine gemeinsame Reflexion des Findungsausschusses und des Bundesrates. Einziger Kandidat für den Bundesvorsitz war Hans-Jürgen Poppek. Einige Punkte aus seinem Programm waren: Umsetzung der Stufenkonzeption im Verband, Weiterentwicklung des Bundeszeltplatz Großzerlang, Verbesserung der verbandsinternen Kommunikationswege, im internationalen Bereich Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern. Nach intensiven Diskussionen im Vorfeld wurde Hans-Jürgen Poppek mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit von 74 Stimmen im ersten Wahlgang gewählt.
In den Bundesversammlungsvorstand wurden Julia Schempp neu und Nicolas Kelly wieder gewählt.
Ökologisches Bewusstsein, Orientierung am Evangelium, gesellschaftliches Engagement, Internationalität und Fahrt und Lager sind Schwerpunkte inhaltlicher Arbeit des Verbandes, der bundesweit ca. 47.000 Mitglieder hat.
Autor: Von: Diane Tempel-Bornett
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