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Das Friedenslicht leuchtet im politischen Berlin

Foto: Janina Bauke

Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an einer Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Seit nun 22 Jahren verteilen die vier Verbände der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (BdP, DPSG, PSG und VCP) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) das Friedenslicht in Deutschland ab dem 3. Adventssonntag.

Vom 12.-14. Dezember 2016 waren acht Pfadfinderinnen und Pfadfinder der vier rdp-Verbände als Delegation in besonderer Mission unterwegs: Sie brachten das Friedenslicht in die Bundesministerien und –institutionen in Berlin. Der Startschuss der diesjährigen Aktion fiel im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gemeinsam mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks. In den folgenden drei Tagen brachte die Delegation das Friedenslicht in alle Ministerien, den Bundestag, das Bundeskanzleramt und das Bundespräsidialamt. Ihren Abschluss fand die Aktion am Mittwochabend im Auswärtigen Amt bei Staatsministerin Maria Böhmer.

Mit dem Motto „Frieden: Gefällt mir - Ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens“ setzten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in 2016 ein besonderes Zeichen für weltweiten Austausch und Vernetzung über Pfadfinden hinaus. Die Idee des Friedenslichts soll online und offline verbreitet werden und ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung setzten - egal ob im täglichen Leben auf dem Weg zur Arbeit oder in den Sozialen Medien, Pfadfinderinnen und Pfadfinder machen sich stark und Freundschaft und Verständigung.

Die Besuche im politischen Berlin haben mittlerweile eine gute Tradition. Neben der Übergabe des Lichts nutzen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Möglichkeit, im Gespräch mit Ministerinnen und Ministern, Staatssekretärinnen und Staatssekretären die Bedeutung der Friedenspolitik für junge Menschen in Deutschland zu vermitteln.

Fabian Dobmeier , DPSG freute sich besonders über den herzlichen Empfang von Bundesministerin Manuela Schwesig im BMFSFJ: „Es ist schön, dass wir jedes Jahr in ‚unserem’ Ministerium gemeinsam mit einer Schulklasse die Weihnachtszeit einläuten. Unsere Botschaft hinterlässt hier Spuren und in diesem Jahr konnten wir gemeinsam mit Kindern mit Fluchterfahrung, ihren Familien und den Schulkindern einer Inklusionsklasse noch einmal ein besonderes Zeichen für Frieden und Freundschaft setzten.“ Janina Bauke, RDP/RdP Referentin für Kinder- und Jugendpolitik ergänzt: „Das Friedenslicht aus Bethlehem ist ein wichtiges Zeichen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder für Frieden und besonders in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Es ist sehr schön, dass auch in diesem Jahr die Tradition der Überbringung in die Bundesministerien und –institutionen fortgeführt werden konnte und wir überall so herzlich empfangen wurden.“

Auch im nächsten Jahr werden wieder Pfadfinderinnen- und Pfadfindern das Friedenslicht aus Wien holen und in ganz Deutschland verteilen. Die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände werden auch dann wieder das Licht durch Berlin tragen und sich unermüdlich für Frieden und Völkerverständigung einsetzen und so im politischen Berlin Spuren hinterlassen und Zeichen setzen.