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Pfadfinderinnen und Pfadfinder holen in Wien das Friedenslicht ab

Kassel, den 10.12. Eine Delegation von 150 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem gesamten Bundesgebiet  macht sich auf den langen Weg nach Wien. Dort werden sie am Samstagmittag, den 12. Dezember um 14.00 Uhr in einer internationalen Aussendungsfeier in der Pfarrkirche Neusimmering das Friedenslicht aus Betlehem in Empfang nehmen.

Gastfreundschaft für Menschen auf der Flucht

Das Motto der diesjährigen Aktion ‚Hoffnung schenken, Frieden finden. Zeichen setzen für Gastfreundschaft und Menschen auf der Flucht‘ ist politisch aktuell.  Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die fast immer unterwegs sind, liegt Gastfreundschaft besonders am Herzen. In diesem Sommer genossen Zehntausende von ihnen auf dem Jamboree, dem Welttreffen von Pfadfinden herzliche Gastfreundschaft in Japan. Kurz darauf erleben sie, wie unzählige Menschen aus ihren Heimatländern nach Europa flüchten. Folgerichtig engagieren sich viele von ihnen in der #Flüchtlingshilfe.

Internationalität und Frieden sind Herzstücke von Pfadfinden

Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa werden am Sonntag, den 13.12 die kleine Flamme mit der großen Bedeutung in ihre Heimatländer bringen. Dabei ist nicht nur diese Weitergabe des Lichtes für viele etwas Besonderes, sondern auch das Zusammentreffen mit den Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus anderen Ländern. Hier treffen zwei weitere Kernelemente von Pfadfinden zusammen: Der Einsatz für den Frieden und die Internationalität. Pfadfinden ist die größte freie Jugendbewegung der Welt – mit knapp 50 Millionen Mitgliedern.

Am 3. Advent kommt das Friedenslicht nach Deutschland

Am Sonntag erreicht das Friedenslicht Deutschland. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder werden es an den Bahnhöfen weiterreichen und weitertragen: in Krankenhäuser, in Kindergärten, in Flüchtlingsunterkünfte,  Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten, in Rathäuser, in die Bahnhofsmissionen und in den Bundestag. Sie bringen es zu Menschen in den Alltag und zu Menschen in besonderen Situationen. Sie bringen es allen, egal ob sie im Rampenlicht oder am Rande stehen. Das Friedenslicht ist ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder kulturellem Hintergrund. Es wird an alle Menschen verteilt, die guten Willens sind und sich Frieden wünschen. In diesem Jahr werden die Pfadfinderinnen und Pfadfinder geflüchtete Menschen zu den Aussendefeiern einladen. 

Verpflichtung zur Völkerfreundschaft

Die 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland wollen mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem einen kleinen Beitrag zum Frieden leisten. Dazu sehen sie sich auch verpflichtet: Der Gründer von Pfadfinden, Robert Baden-Powell sah die Hoffnung auf eine friedliche Welt in einer weltumspannenden Völkerfreundschaft: „Patriotismus für das eigene Land ist nicht nur engstirnig, sondern schädlich, wenn man nicht über den eigenen Horizont hinausblickt und das Gute in anderen Nationen anerkennt und würdigt.“