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VCP startet Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze“

Pfadfinder*innen  setzen sich für Demokratie, Gerechtigkeit  und Solidarität ein. Das zeigen aktuell die vielen Helfer*innen auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag – und die Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze“, die am Donnerstag in der VCP-Unterkunft im Tempelhof ihren Auftakt hatte. Mitglieder der Projektgruppe „Auf gute Nachbarschaft“  überraschten die VCP-Helfer*innen mit einem kleinen Büchlein über die „Deutsche Pfadfikartoffel“ beim Frühstück. 

„Auf die Plätze gegen Hetze“ ist die neue  Kampagne des VCP gegen Rechts. Zum Auftakt gibt es ein kleines Büchlein, das mit humorvollen Illustrationen Lust auf die Kampagne machen soll,  weitere Handreichungen werden folgen. Die „Deutsche Pfadfikartoffel“ ist Maskottchen der Kampagne. 

In der lustig illustrierten Geschichte macht sich die Pfadikartoffel, verunsichert über rechtspopulistische Parolen, auf, mehr über Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu erfahren. Sie versteht sehr schnell, dass weder Rechtsextremismus und Rechtspopulismus mit den Prinzipien und Werten von Pfadfinden vereinbar ist und ruft deshalb die Leser*innen auf, sich in öffentlichkeitswirksamen Aktionen entschieden gegen Diskriminierung und Hetze zu positionieren. 

„Das ist das, was wir auch Kampagne erreichen wollen“, erklärt Max Zeterberg, Sprecher der Projektgruppe „Auf gute Nachbarschaft“. „Die Pfadfinder*innen sollen sich mit den Inhalten, die hinter den rechtsextremen Bewegungen und Ideologien stehen, auseinandersetzen. Und sie sollen befähigt werden, sich aktiv dagegen zu stellen.“ „Es wäre toll, wenn sich möglichst viele an der Kampagne beteiligen und viele Aktionen und Projekte auf die Beine gestellt werden, die deutlich machen: Intoleranz und Diskriminierung – nicht mit uns!“, ergänzt Rebecca Haugwitz aus der Projektgruppe. 

Im Rahmen der Kampagne werden auf dem Kirchentag noch zwei Veranstaltungen angeboten:
In einem Workshop am Freitag, 26. Mai 2017, um 16.00 Uhr im Zentrum Jugend stellt Jost Lambrecht aus der Projektgruppe den partizipativen Ansatz von Pfadfinden vor und machen ihn in praktischen Übungen und Reflexion erlebbar. Schließlich ist Teilhabe möglichst vieler noch die beste Prävention gegen Rechtsextremismus. Und wo ließe sich Demokratie besser lernen, als ein einem Jugendverband, wie dem VCP?

Am Samstag, 27. Mai 2017, wird um 14.30 Uhr ebenfalls im Zentrum Jugend eine Podiumsdiskussion unter der Fragestellung „Was machen Jugendverbände gegen Rechts?“ geben. Es diskutieren: Fabienne Schwartz, Referentin der VCP-Bundesleitung, Lisi Maier, Bundesvorsitzende Bund der Deutschen Katholiken Jugend, Lutz Hüser, stellvertretender Bundesjugendsprecher Malteser Jugend, und Robert Kreyßing, stellvertretender Vorsitzender ddb beamtenbund und tarifunion jugend.

Hintergrund der Kampagne ist der Beschluss der 46. Bundesversammlung des VCP. Auf gute Nachbarschaft“. Mit diesem Beschluss erteilt der VCP Rechtsextremismus und Diskriminierung eine klare Absage und forderte alle Pfadfinder*innen dazu auf, sich deutlich dagegen zu positionieren. Im Auftrag der VCP-Bundesleitung entwickelte die Projektgruppe „Auf gute Nachbarschaft“ die Kampagne „Auf die Plätze gegen Hetze“. 

Dem Auftakt wird die Veröffentlichung einer Handreichung folgen. In dieser werden fünf Gruppenstunden für die Altersgruppe der 16- bis 20-Jährigen Ranger und Rover zu den Themen „Menschenrechte“ „Rechtsextremismus“, „Rechtspopulismus“, „Zivilcourage“ und „Vorurteile“ beschrieben.  Neben einer Wissensvermittlung zu den Themen, hat die Handreichung das Ziel Ranger und Rover sprachfähig zu machen und ihnen  Möglichkeiten aufzuzeigen Paroli zu bieten. Außerdem werden im Sommer von der Projektgruppe mehrere Vorschläge für Aktionen vor Ort erarbeitet.