Deutschsprachigen Konferenz in Belgien

IMG_3504Was für ein gutes Timing: Den Thinking Day auf einer internationalen Konferenz verbringen. Denn vom 20. bis 22. Februar war in Eupen (Belgien) die 44. Deutschsprachigen Konferenz (DSK). Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der Schweiz, Österreich, Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, Ungarn, Polen, Südtirol und natürlich Deutschland treffen sich einmal im Jahr zum informellen Austausch, zum Netzwerken, aber auch, um sich mit einem Schwerpunktthema auseinander zu setzen. Auch der VCP war vertreten: Lena Simosek (Landesleitung VCP Mecklenburg-Vorpommern), Thorsten „Tigger“ Knoop (VCP Schleswig-Holstein, Forschungsgruppe Wahlen), Hartmut Keyler sowie die beiden Bundesvorsitzenden Thomas Kramer und Jule Lumma. Christina Hunger (FG Ranger/Rover) besuchte die gleichzeitig stattfindende Ranger-/Rover-DSK, bei der die Vertreter der Verbände sich über eine gemeinsame Aktion Gedanken zu machten.

Im schönen Ambiente des Klosters Heidberg kamen rund 80 Pfadis zusammen, um sich zu „Demokratie und Partizipation“ auszutauschen und den Thinking Day am Sonntag mit einer kleinen Aktion zu feiern: Luftballons mit pfadfinderischen Grüßen wurden losgeschickt.

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Der Samstag war geprägt von Workshops. So erfuhren die Teilnehmenden mehr über die belgische Jahresaktion „Utopia“, bei der der Verband das Problem aufgreift, dass es kaum Teilnahme am Verbandsleben gibt, vor allem bei Gremien, die Entscheidungen treffen. In den einzelnen Runden erfuhr man mehr zu den Partizipationsmöglichkeiten im belgischen Verband. „Das war wirklich echt interessant, vor allem mehr dazu zu erfahren, was die Einbindung von Jugendlichen bei Wahlen und in Führungspositionen in anderen Ländern angeht oder auch bei uns im Ring“, berichtet Lena, für die es die erste internationale Veranstaltung war. „Klar ist das bei uns auch nicht die Regel, dass Jugendliche in der Landesleitung aktiv sind, aber in den Stämmen ist es ja selbstverständlich, dass Jugendliche auch eine Sippe leiten. Da fand ich es schon echt „krass“, dass bei „Les Scout“ in Belgien zum Beispiel erst ab 17/18 Jahre überhaupt eine Leiterschulung angeboten wird und dass auch nur die Leiter in dem Sinne mitbestimmen dürfen. Ich finde das einen wichtigen Punkt im VCP, dass durch die Beteiligung Kinder und Jugendlicher bei Stammesrat, Landesversammlung etc. auch das Demokratieverständnis gefördert wird.“

In einer zweiten Workshop-Runde berichteten die „Scouts en Gidsen Vlaanderen“ über dem Umgang mit „Duty to God“ in ihrem Verband. Die „Guides Catholiques de Belgique“ boten eine Einheit zum Thema „Engagement und Motivation“ an. In einem dritten Workshop tauschten sich die Teilnehmenden zu internationalen Angeboten in Verbänden aus und wie diese gestaltet werden können.
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Am Nachmittag schließlich gab es ein wenig Outdoor-Programm: Während es einen Teil der Gruppe nach draußen zum Wandern und Geocachen zog, nahmen andere an der Führung durch das Parlament der deutschsprachigen Gemeinschaft teil und besuchten einen Radiosender, bevor es in einen Gottesdienst ging.

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Und nebenher? Natürlich ganz viele Gespräche und freudiges Wiedersehen. „Die Veranstaltung finde ich zum Austausch und „warm werden“ auf dieser Ebene super“, blickt Lena zurück. „Ich fand das relativ locker gestaltet. Man kam schnell mit anderen ins Gespräch und ich konnte auch für die Arbeit bei uns in Mecklenburg-Vorpommern einiges mitnehmen.“