Visionen entwickeln – den Verband voranbringen: Bei den Regionalkonferenzen

von Florian Rietzl (Berlin-Brandenburg)

Eine Land ohne Arbeitslosigkeit, eine Welt ohne Terror und Krieg, keiner muss mehr hungern, der Klimawandel wäre verhindert, alle Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Ist das nicht eine großartige Vorstellung? Eine Traumwelt – eine wunderschöne Vision. So wünschens- und erstrebenswert diese Vision ist, so unrealistisch und fern scheint sie mindestens im Augenblick. Viele Machthaber und Staaten verfolgen unterschiedliche Interessen, ihr jeweiliger politischer Kompass ist auf ein anderes Ziel ausgerichtet – sie segeln nicht in die gleiche Richtung. Auf diese Weise kann die skizzierte Vision für unsere Welt nicht realisiert werden. Dennoch sollte man sie nicht aufgeben.
Politische Parteien stellen in diesen Wochen und Monaten ihre Programme für die kommende Bundestagswahl im September 2017 auf. Sie legen die Koordinaten fest, wie sie nach der Wahl das Land gestalten wollen. Gemeinsame Diskussionen, Verabredungen und Parteitagsbeschlüsse sind die Voraussetzung, um die jeweiligen Zielkoordinaten zu ermitteln.

Visionen und Ziele zu haben, ist nicht nur für politische Parteien oder Machthaber der verschiedenen Staaten richtig und sinnvoll. Es hilft, Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden und trägt dazu bei, seine eigene Arbeit zu reflektieren und auf die Zielstellung hin zu fokussieren. Auch in Vereinen und Verbänden ist es wichtig, gemeinsam über die Entwicklung der Arbeit zu diskutieren, gemeinsame Zielstellungen zu vereinbaren und schlussendlich eine gemeinsame Position zu beschließen.

Um den Verband zukunftsfähig zu gestalten und eine Vision für das evangelische Pfadfinden zu entwickeln, hat der VCP vor einiger Zeit einen entsprechenden Verbandsentwicklungsprozess angestoßen. Fünf Handlungsfelder sind von der Bundesversammlung beschlossen worden, an denen sich die Arbeit im VCP orientieren soll. Jetzt geht es darum, diese Handlungsfelder mit konkreten Zielen zu füllen, um die inhaltliche wie strukturelle Arbeit des Verbandes auf diese auszurichten. Der Kompass ist neu zu justieren. Diese Neujustierung soll aber nicht durch die Bundesleitung im stillen Kämmerlein erfolgen. Vielmehr ist es der Wunsch, dass sich möglichst viele Mitglieder des Verbandes an diesem Prozess beteiligen. Jede und jeder kann, darf und soll sich einbringen. Im Rahmen von drei Regionalkonferenzen im Herbst 2017 und Frühjahr 2018 besteht dazu die Möglichkeit. Dort wird die inhaltliche Ausgestaltung der Handlungsfelder diskutiert, um schlussendlich der Bundesversammlung 2018 ein gutes, hochmodernes und durch eine Vielzahl an Mitgliedern gestütztes Navigationsgerät für den VCP vorzuschlagen. Mit diesem soll der VCP auf eine abenteuerliche Reise der kommenden Jahre segeln können und dabei auch gegen Sturm gewappnet sein.

Wenn du also am VCP-Kompass mitarbeiten möchtest, dann sei dabei – in Hannover, Stuttgart oder Leipzig!

Und das sind die Fakten zu den Regionalkonferenzen:
03.-05.11.2017 Hannover
08.-10.12.2017 Stuttgart
02.-04.02.2018 Leipzig

Zielgruppe: Interessierte Verbandsmitglieder ab 16 Jahre
Teilnahme: nur eine vollständige Teilnahme ist sinnvoll, nur eine der drei Konferenzen kann besucht werden
Anmeldung: ab sofort möglich – und zwar hier

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