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Aufgaben

An den Kurs schließt sich als weiterer Teil des Woodbadge-Trainings die Woodbadge-Aufgabe an. Darin soll exemplarisch eine Themenstellung der eigenen pfadfinderischen Arbeit praktisch bearbeitet und ausgewertet werden. Die Auswahl der Themenstellung geschieht in der Transferphase des Kurses in Absprache mit der Kursleitung.

Auswahlkriterien

Woodbadge-Aufgaben sollen folgende Kriterien erfüllen:

  • den Bedürfnissen der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderarbeit im eigenen Arbeitsfeld entsprechen,
  • aus der laufenden Arbeit heraus entwickelt werden,
  • zeitlich und vom Umfang her überschaubar sein,
  • in Verbindung zu den beim Kurs behandelten Inhalten stehen.

Durchführung

Für die Bearbeitung der Woodbadge-Aufgabe steht ein Zeitraum von 24 Monaten nach dem Kurs zur Verfügung (einschließlich der Fertigstellung der Dokumentation). Kann die während des Kurses geplante Aufgabe nicht durchgeführt werden, wird auf Wunsch mit der Mentorin bzw.dem Mentor eine andere Woodbadge-Aufgabe vereinbart. Kann die Aufgabe nicht innerhalb von 24 Monaten nach dem Kurs abgeschlossen werden, gilt das Training als abgebrochen.

Unterstützung durch Mentorinnen und Mentoren

Die Mitglieder der Kursleitung bieten den Teilnehmenden Unterstützung bei der Durchführung und Reflexion ihrer Woodbadge-Aufgabe an. Über die Zusammenarbeit schließen die Mitglieder der Kursleitung und die Teilnehmenden eine Vereinbarung (i.d. R. in schriftlicher Form). Bei der Begleitung ist die Zusammenarbeit höher zu bewerten als fachliche Aspekte der Aufgabenbearbeitung.

 

Über Rolle, das Selbstverständnis und die Aufgaben der Mentorinnen und Mentoren im Woodbadge-Training wurde eine auf diesem Grundverständnis basierende Handreichung erarbeitet. Diese Handreichung kann in der Bundeszentrale angefordert werden.

Dokumentation der Woodbadge-Aufgabe

Die Planung und Durchführung der Aufgabe, die Zusammenstellung der dabei erzielten Ergebnisse und die persönliche Reflexion bilden die Bestandteile der zu erstellenden Dokumentation. Sie soll in ihrer äußeren Form dem Thema angemessen sein. Für Formen der Dokumentation (Ausstellungen, Videoprojekte o.ä.), die durch ihren Charakter als Arbeitsmaterialien für den Verband geeignet sind, sollen finanzielle Mittel im Rahmen der jeweiligen Haushalte bereitgestellt werden.

Darstellender Teil

Im ersten Teil der Dokumentation sollen Planung, Durchführung und die sachliche Auswertung der Woodbadge-Aufgabe anschaulich dargestellt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen ermutigt werden, dabei auch andere als schriftliche Formen zu verwenden, z.B. Fotodokumentation, Ausstellung,Videofilm, Dia-Schau, Hörspiel.

Reflexionsteil

Der Darstellung der Planung und Durchführung der Woodbadge-Aufgabe schließt sich ein persönlich gehaltener Reflexionsteil an. Darin sollen die erzielten Ergebnisse im Hinblick auf die gesteckten Ziele ausgewertet und die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den daran Beteiligten kritisch gewürdigt werden. Ebenso sollen die Schlußfolgerungen für die eigene Person und die Arbeit im Verband niedergelegt werden. Der Reflexionsteil ist schriftlich abzufassen.

Beurteilung der Ergebnisse

Die Dokumentation wird der Kursleitung zugesandt. Unter der Federführung des Mentors bzw. der Mentorin wird eine schriftliche Stellungnahme erstellt. Die Kursleitung gibt ihre Stellungnahme mit einem Vorschlag zur Verleihung über die/den Woodbadge-Beauftragte/n an die Bundesvorsitzenden weiter. Die Teilnehmenden erhalten eine Durchschrift der Stellungnahme der Kursleitung. Haben die Bundesvorsitzenden Bedenken, teilen sie dies der Kursleitung und dem/der Woodbadge-Beauftragten mit, damit sie ihre Entscheidung noch einmal überprüfen.

Kriterien der Beurteilung

 

Für die Entscheidung über die Verleihung des Woodbadge ist nachrangig, ob die Aufgabe erfolgreich im Sinne der ursprünglichen Zielsetzung abgeschlossen werden konnte. Vor allem ist zu gewichten, wie sich die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer in schwierigen Situationen verhalten und inwieweit sie/er im Rahmen der Ziele und Methoden des VCP angemessen gehandelt hat.

Archivierung der Dokumentationen

Die Dokumentationen werden in der Bundeszentrale des VCP archiviert. Nach Freigabe durch die Verfasserinnen und Verfasser können die Darstellende Teile von Dokumentationen ausgeliehen werden. Dadurch wird ermöglicht, daß Arbeitsergebnisse Einzelner für die Arbeit im Verband genutzt werden können. Darstellender Teil und Reflexionsteil sollen deshalb voneinander getrennt vorgelegt werden.

Präsentation der Arbeitsergebnisse

In regelmäßigen Abständen sollen Absolventinnen und Absolventen des Woodbadge-Trainings die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeitsergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit im Verband vorzustellen. Die Finanzierung dieser Präsentationen erfolgt im Rahmen der Schulungsarbeit des Verbandes.