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Einleitung

Einleitung

Die vorliegende Konzeption basiert auf den Erfahrungen und Erkenntnissen der Kursarbeit der vergangenen Jahre und stellt eine Weiterentwicklung der vom Bundesrat im Dezember 1982 verabschiedeten Konzeption dar. Sie beschreibt Ziele und Arbeitsformen des Woodbadge-Trainings als Angebot der Weiterbildung für erwachsene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit des VCP und enthält die ausdrückliche Aufforderung zur Fortschreibung.

Ein kurzer geschichtlicher Rückblick verdeutlicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung:

 

Seit 1957 wurden innerhalb der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) Woodbadge-Kurse angeboten, die sich in ihrer inhaltlichen und methodischen Ausrichtung eng an das zentral im Gilwell-Park praktizierte Woodbadge-Training der World Organization of the Scout Movement (WOSM) anlehnten. Das in gewollter Eigenständigkeit in der CPD als “Hardau-Kurs” bezeichnete Woodbadge-Training fand im damaligen Schulungszentrum Hösseringen in der Lüneburger Heide statt. Ziele waren die Optimierung pfadfinderischer Fertigkeiten und die Vermittlung theoretischer Kenntnisse aus Pädagogik und Psychologie. Nach dem Kurs hatten die Teilnehmer einen Katalog von Fachfragen mit praktischem Bezug und eine Spezialaufgabe, mit der sie sich intensiv auseinanderzusetzen hatten, zu bearbeiten. Das Woodbadge-Training stellte hohe Anforderungen an die praktischen Fähigkeiten der Teilnehmer.

Die Weltkonferenz übertrug 1969 in Helsinki die Woodbadge-Training-Kompetenz von WOSM an die nationalen Verbände. WOSM nimmt seither nur noch beratende Funktionen in Fragen der Schulung und Weiterbildung wahr. Danach boten CPD und der 1973 durch die Fusion von BCP, EMP und CPD entstandene VCP bis 1981 Woodbadge-Kurse ohne beschlossene Konzeption an. Das Training, in Seminarform gestaltet, enthielt überwiegend theoretische Elemente und schloß mit der schriftlichen Ausarbeitung eines Themas.

 

Zu Beginn der achtziger Jahre wurde eine neue Form der Kursarbeit erprobt, in der theoretische und praktische Elemente verbunden waren. Die Kurse erhielten jeweils einen thematischen Schwerpunkt pfadfinderischer Arbeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiteten ihre Erkenntnisse zu den Themen weitgehend selbst. Methodenvielfalt mit Praxisbezug zur VCP-Arbeit, Reflexion der eigenen Arbeit, eine Kursleitung als Team von Beraterinnen und Berater sowie die Übernahme einer selbstgewählten Aufgabe zum Kursthema stellten die Schwerpunkte der veränderten Form des Woodbadge-Trainings dar.

1987 wurde das Woodbadge-Training durch die Einführung von Mentorinnen und Mentoren zur Begleitung und Beratung der Kursteilnehmenden bei den weiteren Phasen des Trainings ergänzt. Stetige Reflexion, Entwicklung und Modifizierung sorgten für qualifizierte Angebote mit hohem Stellenwert in der Weiterbildung erwachsener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VCP.