Aufruf an Betroffene und Zeitzeug*innen sexualisierter Gewalt im Pfadfinden

Foto: IPP Dissens anp

Interviewpartner*innen für unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung gesucht

Liebe Pfadfinder*innen,

der Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Fälle von sexualisierter Gewalt (womit neben strafrechtlich relevantem sexuellem Missbrauch auch sexuelle Grenzverletzungen und Übergriffigkeiten gemeint sind), die in der Vergangenheit in seinem Verantwortungsbereich geschehen sind, aufzuarbeiten.

Zu diesem Zweck haben wir, das Berliner Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. und das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), die Durchführung einer wissenschaftlichen Untersuchung dieser Fälle übernommen. Informationen über die beteiligten Forschungsinstitute finden Sie unter: www.dissens.de und www.ipp-muenchen.de.

Als gemeinsames Forschungsteam von Dissens und IPP sind wir darauf angewiesen, dass Menschen, die etwas zum Thema beitragen können, mit uns sprechen oder uns schriftliche Mitteilungen zukommen lassen. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich an unserer Studie zu beteiligen.

Die beiden Forschungsinstitute sind unabhängig und haben keine Verbindungen zum VCP, zu Kirchen oder politischen Organisationen.

Wenn Sie als Kind/Jugendliche*r oder Erwachsene*r (Kinderstufe; Pfadfinderinnen-/ Pfadfinderstufe; Ranger-*Roverstufe) in einer Pfadfindergruppe des VCP aktiv waren, bitten wir Sie heute, unser Projekt zu unterstützen. 

Dissens und das IPP München suchen Interviewpartner*innen, die

  • selbst von sexualisierten Grenzverletzungen im VCP betroffen waren (unabhängig davon, ob diese bereits gemeldet wurden oder nicht) und/oder
  • sexualisierte Grenzverletzungen beim VCP beobachtet oder von diesen gehört haben und/oder
  • als Zeitzeug*innen über die (frühere) Atmosphäre im VCP Auskunft geben können.

Wir behandeln Ihre Angaben absolut vertraulich und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ihre Angaben werden anonym ausgewertet.

Kontakt:

Sie können sich über folgende Kontaktmöglichkeiten direkt an Dissens e.V. oder das IPP München wenden:

Ansprechpartner*innen sind Bernard Könnecke (Dissens) sowie Peter Caspari, Tinka Schubert und Nicolas Reising (alle IPP)

eMail: 

aufruf-vcp@ipp-muenchen.de

Telefon: 

089-543 59 77 -0 (IPP)

030-549875-40 (Dissens) 

Wenn Sie auf den Anrufbeantworter sprechen, rufen wir Sie schnellstmöglich zurück.

Es besteht auch die Möglichkeit, sich anonym bei unseren beiden Forschungsinstituten zu melden. Wir sind zur Einhaltung strengster Datenschutzrichtlinien verpflichtet. 

Sie haben selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich zunächst beim VCP genauer über das Projekt zu informieren. Informationen dazu unter https://go.vcp.de/Aufarbeitung oder über die Präventionsbeauftragte und Bildungsreferentin in der VCP-Bundeszentrale

Louisa Kreuzheck louisa.kreuzheck@vcp.de, 0561 78437 – 23

Vielen Dank für Ihre Beteiligung an diesem wichtigen Projekt!

Mit herzlichen Grüßen

Peter Caspari, Bernard Könnecke, Nicolas Reising, Tinka Schubert

Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung besteht die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung:

Beratungsstelle für Betroffene

N.I.N.A e.V. – Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch
Hilfe und Beratung für Betroffene, für Fachkräfte, für besorgte Menschen aus dem sozialen Umfeld, für Kinder und Jugendliche.
Telefonnummer: 0800 – 22 55 530

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