Aus dem Bundesarchiv: Die Koffer sind gepackt

von Bernd Eichhorn

Auf Hochtouren laufen inzwischen die Vorbereitungen zum Umzug des VCP-Bundesarchivs in die neuen Magazinräume im Kulturbunker der Stadt Kassel.

Über den Bunker

Der Kulturbunker ist ein Hochbunker mit vorgebautem Verwaltungsgebäude – man sieht ihm das Bunkerdasein von der Straßenseite aus also nicht an. 1940 wurde er als Notunterkunft der Reichsbahndirektion Kassel errichtet, es wurden aber auch Teile der staatlichen Kunstsammlung hier eingelagert. Nach dem Zweiten Weltkrieg dann wurde er von der Bahn als Lager-, Büro- und Schulungsgebäude genutzt und ist inzwischen aber fest in der Hand von Kulturschaffenden, hauptsächlich Musiker*innen, die hier ungestört proben und ihre Musik aufnehmen können. Der Kulturbunker hat eine eigene Web-Site: http://www.kulturbunker-kassel.de

Warum das VCP-Bundesarchiv im Bunker?

Der VCP konnte dort im Sommer 120 qm für das Bundesarchiv anmieten. Diese Räume eignen sich sehr gut als Magazinraum (so nennt man die Räume, in denen die Archivgüter lagern), weil sie keine Fenster (Sonne hat schädliches UV-Licht), ein stabiles Klima mit ganzjährig ca. 18° C haben und es dort außerdem keine Probleme mit der Statik gibt, wir also recht viel unterbringen können. Papier ist tatsächlich ziemlich schwer, wenn man es stapelt. Als ich für uns die Höchstbelastung ausgerechnet hatte, kam ich auf 1 Tonne Gewicht, die ein Boden pro qm tragen können muss. Das ist hier kein Problem.

Die Räume wurden mittlerweile gemalert und endlich sind auch die Regale angeliefert worden. Kommendes Wochenende dann wird das Technik-Team des Bundesmaterials diese aufbauen. Einen Teil der über 600 Regalböden seht ihr auf dem einen Bild.

Die anderen Bilder zeigen einen Teil der ausgelagerten Archivmaterialien, die in den letzten Tagen in Umzugskisten verpackt worden sind und die dann im Oktober umziehen werden, so dass uns im November ein paar spannende Auspacktage bevorstehen – immerhin kenne ich viele der Materialien ja selbst auch noch nicht.