BECCI ERKLÄRT: Regenbögen

von Rebecca Haugwitz

Wir alle kennen sie, wir alle lieben sie: Regenbögen. Um sie herum ranken sich viele Geschichten und Legenden und sie sind Teil einiger Lieder, die wir auch bei den Pfadfinder*innen singen. Ist ja auch klar, sie sind ein wirklich beeindruckendes Naturphänomen. Doch wie entstehen sie eigentlich genau? Und warum sehen wir die Regenbogenfarben derzeit so häufig im Alltag?

Ersteres ist leicht zu beantworten: Das weiße Sonnenlicht setzt sich eigentlich aus bunten Farben zusammen. Trifft es auf einen Wassertropfen, zum Beispiel wenn es regnet, wird das Licht gebrochen. Dabei wird jede Farbe in einem leicht anderen Winkel reflektiert und so bildet sich die Form eines Bogens heraus. Da die Position des Regenbogens somit immer von der Position der*des Beobachtenden abhängig ist, kann man leider nicht an seinem Ende nach einem Goldtopf suchen. Dieses wird nämlich für immer unerreichbar sein. Die Regenbogenfarben werden übrigens auch „Spektralfarben“ genannt. Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett sind nämlich reine Farben, die sich nicht weiter in andere Farben zerlegen lassen.

In unserer Gesellschaft gelten die Regenbogenfarben schon lange als Zeichen der Hoffnung, des Friedens und der Veränderung.

Bereits im 16. Jahrhundert wurden sie in den deutschen Bauernkriegen als Zeichen der Verkündung des Evangeliums verbunden mit sozialrevolutionären Forderungen genutzt. Als Flagge fanden sie dann Verwendung in der internationalen Friedensbewegung. Ihren Ursprung hat sie in Italien, weshalb sie oft der Schriftzug „Pace“ (it. „Frieden“) ziert. In den 1970er Jahren wandelte sich die Regenbogenflagge dann zum Symbol der internationalen schwul-lesbischen Bewegung. Sie ist in unserem Alltag mittlerweile sehr präsent, sei es als Symbol des Stolzes der Zugehörigkeit oder als Zeichen der Unterstützung von außen. Sie hat seitdem einiges an Umgestaltung mitgemacht, aktuell wird sie häufig mit einem Keil auf der linken Seite verwendet, dessen Farben die Trans- und die Person-of-Color- Communities mit einschließen sollen. Der Keil zeigt pfeilartig in Richtung der Regenbogen-Streifen und signalisiert damit die Richtung des Fortschritts, der noch erreicht werden muss. Genau daran wollen auch wir Pfadfinder*innen mitarbeiten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, als wir sie vorgefunden haben.

Gemalt von einer Künstlerin aus dem Stamm Graf Montfort, Langenargen
DDK sind übrigens die dort sehr beliebten Dinkeldoppelkekse…

Stamm Graf Montfort Langenargen 2

Stamm Graf Montfort Langenargen