Chat mit den Gruppen auf Bundesebene

von Lilli Burlafinger

Hallo Marlene und Kristina, wie würdet Ihr unseren Leser*innen kurz beschreiben, welche Aufgabe und welches Ziel der Beirat hat?

Marlene&Kristina: Im „Beirat zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im VCP“ ist es unser Anliegen, dass die vergangenen und gegenwärtigen Fälle sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen, die sich im Kontext der Verbandsarbeit ereignet haben, aufgedeckt und als Unrecht benannt werden. Betroffene haben durch sexualisierte Gewalt von Menschen, denen sie vertraut haben, in erheblichem Maße Vertrauen verloren. Mit dem Beirat ist ein Gremium geschaffen worden, das sicherstellt, dass Betroffene von ihren Erfahrungen berichten können und sie gehört werden. Der VCP wird dann als Institution auf dieses erlittene Unrecht reagieren.

An welchen Zielen wird aktuell gearbeitet?

Marlene&Kristina: Momentan bauen wir eine unabhängige Ansprechstelle auf, die Betroffenen aus ganz Deutschland die Möglichkeit geben soll, sich an unabhängige Expert*innen zu wenden, die durch ihre psychologische und beraterische Kompetenz als erste Ansprechpartner*innen zur Verfügung stehen. Daneben entsteht ein Betroffenennetzwerk, das einen informellen Austausch zwischen Betroffenen ermöglichen soll.

Welche Ziele wollt Ihr dieses Jahr erreichen?

Marlene&Kristina: Pfadfinden bedeutet, vertrauensvolle Beziehungen zu knüpfen. Aber es kam und kommt im Kontext dieser Beziehungen immer wieder auch zu Machtmissbrauch, Demütigungen und Formen sexualisierter Gewalt. Grundsätzlich ist es unser Ziel, dafür zu sensibilisieren, welche Folgen für die Betroffenen von sexualisierter Gewalt entstehen können. Und unser konkretes Ziel ist es, dass Menschen, die solche Erfahrungen im Kontext der Verbandsarbeit machen mussten, sich vertrauensvoll an uns wenden.

Als Beirat begleitet ihr den Prozess der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im VCP. Wie kann ich mir diese Begleitung vorstellen?

Marlene&Kristina: Wir bieten Strukturen an, die eine konkrete Begleitung ermöglichen, wie etwa unser Kriseninterventionsteam, das eine vertrauensvolle und kompetente Unterstützung ermöglicht.

 

Hey Ayke, du bist ja Sprecher der FG (Fachgruppe) Pfadisystems. Magst du kurz ein paar Worte zu dir sagen?

Ayke: Moin ich bin Ayke, seit 23 Jahren im VCP. Von der Bundesleitung wurde ich mit der Einführung von Microsoft365 (MS365) beauftragt. Da die spätere Arbeit nicht auf einer Schulter lasten sollte, habe ich vorgeschlagen eine FG zu gründen.

Was ist die Hauptaufgabe der FachG? 

Ayke: Die FG kümmert sich um die Pflege der aktuell laufenden IT-Systeme des VCP. Mittelfristig könnten auch neue Systeme hinzukommen oder einfache Anwendungen entwickelt werden.


2020 wurde MS 365 eingeführt. Mit welchem Programm wurde vorher gearbeitet und welche Erleichterungen bringt MS 365 in der Verbandsarbeit?

Ayke: Vorher wurden verschiedene Tools genutzt, die nicht immer Datenschutzkonform waren (z.B. GoogleDocs, WhatsApp, Telegram). Mit Microsoft 365 haben wir eine Lösung im VCP eingeführt, die sehr viele Bedarfe löst. Unser altes OwnCloudsystem stieß an seine Grenzen und auch die Mailverteiler waren ein extra Tool und aufwendig zu verwalten.

Welche Aufgaben der FG sind aus deiner Sicht die wichtigsten?

Ayke: Die Pflege und Wartung der bestehenden Systeme. Es bringt nichts neue Lösungen zu entwickeln, die dann nur halb fertig sind. Alle Systeme müssen kontinuierlich weiter gepflegt und verwaltet werden, damit es den Pfadialltag erleichtert.

Wie entstand der Name Pfadisystems?

Ayke: Wir haben lange überlegt, aber irgendwo sind es alles Systeme für Pfadfinder*innen, daher fanden wir den Namen ganz passend. Vor der Gründung hatten wir einen Arbeitstitel: FG Rasmus Klump. Aber dann hätten alle gedacht, wir beschäftigen uns mit Pfannkuchen.

Danke für das informative Gespräch!

go.vcp.de/bundesebene : Kontaktdaten und Informationen zu den Projektgruppen auf Bundesebene sind hier zu finden.