Der Frühjahrsputz – ein Wohltat für Körper, Geist und Seele

Auf dem Schreibtisch stapelt sich die Post und aus dem Spülbecken wächst ein Geschirrberg. In der Ecke halten die Wollmäuse eine Versammlung und Oma Gertrut will dich besuchen. Klarer Fall für einen Frühjahrsputz! Denn der Mensch braucht Sauberkeit und Ordnung.

Dass Dreck und mangelnde Hygiene krank machen, ist allgemein bekannt. Aber warum fühlen wir uns im Wirrwarr so unwohl? Das hat Gründe: Ordnung und klare, bekannte Strukturen geben uns ein Gefühl der Sicherheit. Die Sinne müssen deutlich weniger Informationen aufnehmen und ans Gehirn weiterleiten. Das Gehirn kann seine Leistung reduzieren, weil keine Gefahr droht, solange wir den Überblick behalten. Zudem verkürzt es Laufwege und den Suchaufwand. Der Körper ist entlastet, kann sich entspannen und wir fühlen uns wohl.

Unruhiges und Unbekanntes wie ein Dornenbusch oder das sich Orientieren müssen in einer fremden Stadt löst bei vielen Menschen Angst aus. Überall könnte ein Feind lauern oder eine Gefahr drohen.

Klare Strukturen und Symmetrien werden auch als „schön“ empfunden. Betrachten wir mal das Gemälde von „Mona Lisa“. Ihre Haut ist rein, ihre Gesichtszüge sind ganz gleichmäßig, die Symmetrieachse verläuft entlang vom Haarscheitel zur Nasenspitze. Den unruhigen Hintergrund hat Leonardo da Vinci bewusst dunkel und unscharf gemalt.

Wie viel Sauberkeit und Ordnung jemand braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine übertriebene Hygiene schwächt die Abwehrkräfte, das permanente Aufräumen kostet Kraft und Zeit.

5 Tipps mit Langzeitwirkung und Wohlfühlgarantie

1. Unangenehme Arbeiten zuerst erledigen

Dreckiges Geschirr anfassen und das Klo schrubben ist nicht jedermanns Sache. Doch die unglückliche Lage wird nicht besser, wenn diese zwingenden Aufgaben ständig aufgeschoben werden. Der ständige Gedanke daran belastet den Kopf und verschwindet nur, wenn sie erledigt sind. Also die Ärmel hochkrempeln, Gummihandschuhe anziehen und sofort erledigen. Danach ist der Kopf für die schönen Dinge im Leben frei.

2. Strukturiert aufräumen

Unsere Dinge im Leben lassen sich in drei Kategorien einteilen, nämlich in Sachen, die wir ständig brauchen, welche die wir gelegentlich brauchen und was nur unnötiger Ballast ist. Auf diese Erkenntnis baut die „3 Stapel Methode“ auf :

Öffne mal deinen Kleiderschrank und hole den gesamten Inhalt heraus. Schnell werden dir Kleider für den Sommer und für den Winter auffallen. Dann tauchen noch Kleidungsstücke auf, die schon seit Jahren nicht mehr getragen wurden.

Sortiere die Kleidung in drei Haufen. Was du jetzt trägst, kommt wieder- ordentlich gefaltet – in den Schrank. Was selten getragen wird, stapelst du schön ordentlich in eine Kiste und verstaust sie im Keller. Den Rest bringst du zur Altkleidersammlung oder tauschst sie vielleicht auf einem Bazar. Wenn du die Kleider, die du in die Kiste gepackt hast, nach einem halben Jahr nicht vermisst, kannst du dich ebenfalls davon trennen.

3. Arbeiten delegieren

Wir Menschen sind faule, aber auch erfolgreiche Lebewesen. Warum? Weil wir die Arbeitsteilung entwickelt haben. Jeder konzentriert sich auf das, was man am besten kann. Also nicht jede Arbeit annehmen und sich stundenlang abquälen. Wenn du gut kochen kannst, heißt es nicht, dass du dich mit Fahrrad reparieren oder Steuererklärungen auskennst. Da kann dir dein Freund besser helfen. Danke ihm mit einem leckeren Essen.

Schaffe dir lieber ein Kompetenznetzwerk – es stärkt nicht nur die soziale Bindung, es entlastet alle.

4. Mache dir kleine, leichte Häppchen

Vorgenannte Tipps helfen dir auf jedem Fall. Aber die Vorbeugung ist die beste Medizin! Spüle kleine Geschirrmengen sofort statt Berge wachsen zu lassen. Lege die Sache, die du gerade in der Hand hältst, sofort am vorgesehenen Ort ab.

Logisch! Kleine Arbeitseinheiten sind schneller und leichter zu erledigen als große.

5. Nicht alles mit nach Hause nehmen

Du musst nicht alles einkaufen, was im Laden angeboten wird. Das Meiste ist am Ende überflüssig und macht dich nicht glücklicher. Im Gegenteil! Es verstopft dir deinen Lebensraum. Verknappe dein Bargeld, lasse die Karten daheim und falle nicht auf jedes vermeintliche „Schnäppchen“ herein. Gerade in unserer jetzigen Zeit kannst du das, was wirklich zum Leben fehlt, kurzfristig besorgen. Lass dir Platz zum Atmen und für Sachen, die dir wirklich am Herzen liegen.