Der Klingelstab wurde übergeben: Sonja Rahtkens und Malte Schwabe sind die neuen Bundesratsvorsitzenden

Auf dem vergangenen Bundesrat 3/2016 wurden Eva Bissinger und Hanno Terbuyken als langjährige Bundesratsvorsitzende verabschiedet. Als neue Bundesratsvorsitzende wurden Sonja Rahtkens aus Schleswig-Holstein und Malte Schwabe aus Hamburg gewählt.

Die neu gewählten und die verabschiedeten Bundesratsvorsitzenden: Sonja Rahtkens, Eva Bissinger, Hanno Terbuyken und Malte Schwabe

Die neu gewählten und die verabschiedeten Bundesratsvorsitzenden: Sonja Rahtkens, Eva Bissinger, Hanno Terbuyken und Malte Schwabe

 

Hier beantworten die beiden neuen Bundesratsvorsitzenden die Fragen von Diane Tempel-Bornett:

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Sonja, seit wann bist du Pfadfinderin?

Sonja: Ich bin seit meinem achten Lebensjahr bei den Pfadfindern. Angefangen habe ich in der Mädchengruppe der “Baumfalken” im nördlichsten Stamm des VCPs.

Was macht dir am meisten Spaß?

Sonja: Anfangs begeisterten mich vor allem die Lager und die viele Zeit draußen in der Gruppe. Das bringt mir immer noch sehr viel Spaß, mittlerweile schätze ich aber besonders, dass jede und jeder sich einbringen kann und Ideen mutig umgesetzt werden können.

Was findest du nicht so toll?

Sonja: Wenn ich ehrlich bin, muss ich mich jedes Mal dazu aufraffen, nach Aktionen Material auszupacken, zu säubern und weg zu sortieren.

Auf was freust du dich in deinem neuen Amt?

Sonja: Meine Erfahrung ist es, dass man bei jedem Amt beim Pfadfinden viele Erfahrungen sammeln und neue Dinge hinzulernen kann. Ich bin total gespannt, wohin es in den nächsten zwei Jahren gehen wird und welche Themen auf uns zu kommen. Ich freue mich, den VCP an dieser Stelle mitgestalten zu dürfen.

Vor was hast du ein bisschen Muffensausen?

Sonja: Auf dem Bundesrat wird es immer wieder Diskussionen über viele Zahlen geben und der Haushalt muss entschieden werden. Das war bislang noch nicht Schwerpunkt meiner Arbeit, sodass ich mich etwas reinfuchsen muss.

Warum ist der Bundesrat so toll?

Sonja: Im Bundesrat sitzen super motivierte, topfitte Menschen, die viel Spaß am Diskutieren und am Ideen entwickeln haben. Es ist eine ganz besondere, wertschätzende Atmosphäre, in der ich mich sehr wohlfühle.

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Malte, seit wann bist du Pfadfinder?

Malte: Nächstes Frühjahr kann ich 10-jähriges Jubiläum feiern. Und obwohl ich erst so “kurz” beim VCP bin, kommt es mir, wegen der großartigen Erfahrungen und Herausforderungen, die das „Pfadfinder sein“ bietet, schon viel länger vor.

Was macht dir am meisten Spaß?

Malte: Die Fahrt. Einfach raus aus dem Alltag und in die Natur hinein. Dafür muss man nicht weit weg fahren, auch wenn das sehr verlockend ist, denn die vielen kleinen und auch großen Abenteuer kann man in der Gruppe überall erleben. Dazu am besten am Abend ein See, ein Feuer, Gitarrenspiel und sternenklarer Himmel. Dann versinke ich in Melancholie 😉

Was findest du nicht so toll?

Malte: Nasses Feuerholz, Löcher in der Kothe, geplatzte Milchtüten im Rucksack, Unterhosen vergessen (ist mir tatsächlich zuletzt im Frühling beim Wandern in den Alpen passiert) und vor allem Mücken.

Auf was freust du dich in deinem neuen Amt?

Malte: So blöd das auch klingen mag: Auf die Arbeit. Denn auch wenn die Burg ein sehr schöner Platz zum Tagen ist, geht es beim Bundesrat doch darum, den Verband inhaltlich und strukturell weiter zu bringen. Sei es in der Vernetzung der Länder untereinander oder bei der Erarbeitung der für den gesamten VCP wichtigen Themen.

Vor was hast du ein bisschen Muffensausen?

Malte: Dem Zeitmanagement. Die Diskussionen sind immer so wichtig und sollen auch ihren Platz haben auf dem Bundesrat, schließlich geht es genau um das Einfangen der Ländermeinungen. Und das funktioniert nicht durch einfaches Handheben. Ich hoffe, bei der Diskussionsleitung die richtige Balance zu finden.

Und warum findest du den Bundesrat toll?

Malte: Der Bundesrat lässt sich durch Schwierigkeiten nicht beeindrucken. Egal, wie groß ein Thema ist, es wird angegangen und auch gemeistert. Das ist nur durch das große Engagement zu leisten, das alle Mitglieder an den Tag legen. Und dann sind da auch immer die kleinen Gespräche zwischendurch, durch die man dann doch noch das kleine Stückchen mehr aus dem Verband erfahren kann.