Gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen auch in Krisenzeiten ermöglichen!

Von Beginn an haben Kinder und Jugendliche in Solidarität ihren Anteil zur Eindämmung der Pandemie beigetragen. Dies muss endlich gesellschaftlich Beachtung finden: Der Schutz ihrer Rechte und Bedürfnisse muss in den Fokus der Debatten und staatlichen Maßnahmen gerückt werden.

Die Corona-Pandemie bestimmt seit fast zwei Jahren den Alltag von Kindern und Jugendlichen. In dieser Zeit standen jedoch nur Ausschnitte der Lebenswirklichkeit junger Menschen – Schule und Familie – im Vordergrund. Kinder sind aber mehr als Schüler*innen. Für ihre psychosoziale Entwicklung und zur Abmilderung der psychischen, physischen und sozialen Folgen ist es notwendig, dass Kinder und Jugendliche am gesellschaftlichen Leben vollumfänglich teilhaben können. Neben Abstands- und Hygieneregelungen sowie regelmäßigem Testen schaffen insbesondere die bestehenden Impfangebote für junge Menschen und Erwachsene die Grundlage für Präsenzangebote der außerschulischen Teilhabe. Nur so können Treffen mit Gleichaltrigen, Angebote der Kultur und des Sports und die verbandliche wie auch freie Kinder- und Jugendarbeit vor Ort dauerhaft ermöglicht werden. Deshalb ermutigen wir als Kinder- und Jugendverband alle erwachsenen Menschen, auf Grundlage vertrauenswürdiger, anerkannter Quellen eine selbstbestimmte und informierte Impfentscheidung zu treffen.

Besonders im Fokus stehen muss, dass Kinder und Jugendliche von 2G-Vorgaben ausgenommen werden. Stattdessen muss bei ihnen das 3G-Prinzip Anwendung finden, um die Lebensrealitäten und -erfahrungen junger Menschen nicht weiter einzudämmen. Denn sie können oft nicht selbst entscheiden, ob sie sich impfen lassen und es gibt mitunter auch noch kein Impfangebot. Nur so kann ihre soziale Teilhabe gesichert werden. Kostenlose und verbreitete Corona-Testangebote für junge Menschen und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Jugendverbands- und freien Jugendarbeit müssen Bestand haben. Denn, so Johannes Bleck, Generalsekretär des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e.V., „außerschulische Freizeitangebote wie das Pfadfinden können nur so weiterhin ihren unersetzlichen Beitrag zur Entwicklung junger Menschen und zur Festigung unserer zivilgesellschaftlichen Strukturen leisten“.

Die Festigung ebendieser Strukturen ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Gemeinschaft. Insbesondere in Krisenzeiten dürfen Hass und Hetze keinen Platz bekommen. Toleranz und Akzeptanz müssen die Spaltung der Gesellschaft überbrücken. Hierfür setzen sich Pfadfinder*innen auf Grundlage ihrer Werte und Ideale ein und leisten so ihren Beitrag, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen als wir sie vorgefunden haben.

Vertrauenswürdige Informationen und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, um gemeinsam und solidarisch die Corona-Pandemie zu überwinden und in letzter Konsequenz sogar Menschenleben zu retten, können u.a. hier abgerufen werden:

 

 

DBJR Position: Kinder und Jugendliche müssen oberste Priorität haben