Hajk der Sippe Kolibri

von Jette, 14 Jahre

Auch unsere Sippe Kolibri vom Stamm Fredy Hirsch ist in den Sommerferien auf Wanderschaft gegangen, mit dem Ziel Großzerlang. In 3 Tagen sind wir von Wustrau-Radensleben nach Großzerlang gehajkt und haben dabei sehr viel erlebt.

An Tag eins haben wir uns vor unserem Jugendturm getroffen, um alles vorzubereiten und nochmal durchzugehen. Nach diesem Start sind wir mit der Bahn nach Wustrau-Radensleben gefahren. Dort sind wir erst mal baden gegangen. Nach dieser Pause sind wir noch ungefähr 14 Kilometer gelaufen. Wir waren alle echt müde und unsere Beine taten weh, also haben wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz gemacht. Aber erst mussten wir uns Essen kochen. Es gab Nudelmatschepampe mit Tomatensoße gemixt. Unsere Delikatesse. Als wir alle satt waren, war es noch später, und wir mussten gezwungenermaßen auf einem privaten Grundstück schlafen. Als wir also dort unsere Lager aufgebaut hatten und uns todmüde in unsere Schlafsäcke gekuschelt hatten, kam die Polizei, weil sie uns für Einbrecher hielt. Sie waren aber sehr freundlich und haben uns eine Wiese direkt vor ihrer Wache angeboten. Und wir mussten unser Gepäck nicht tragen, denn die wurden im Streifenwagen transportiert, und unser dreckiges Geschirr vom Abendessen haben auch die Beamten getragen. Die haben uns wahrscheinlich angesehen, wie erschöpft wir vom Tag waren. Am nächsten Morgen liefen viel durch Wälder und Felder bis wir irgendwann auf eine andere Sippe trafen, mit denen wir dann in einem See baden gegangen sind und gegessen haben. Dann haben wir auf einem Reiterhof gefragt, ob wir dort im Heu schlafen dürften, was wir dann auch gemacht haben. Nach ein paar Runden „Werwolf“ sind wir alle ins Bett gefallen, und trotz Simons Schnarchen hatten wir die angenehmste Nacht.

Am dritten Morgen liefen wir ausgeschlafen los, und zwar querfeldein auf Jägerpisten, somit waren wir am schnellsten und legten die meiste Strecke zurück. Das Ziel kam immer näher. In dieser Nacht schliefen wir mit zwei weiteren Sippen bei einem Ruderklub. Die Nacht war sehr kalt, aber dafür hatten wir einen schönen Sonnenunter- und Sonnenaufgang.

Dann war auch schon der letzte Tag angebrochen, an dem wir in Großzerlang ankommen sollten. Als wir losliefen waren wir zu erstmals richtig motiviert, weil das Ziel zum Greifen nah schien. Zwischendrin aßen wir viel Traubenzucker und Energieriegel, mit denen wir es endlich an den Lagerplatz schafften, unser Ziel. Nach den vier anstrengenden Tagen waren wir sehr müde, aber wir erinnern uns gerne an unseren Hajk zurück!