Jaipur

Game Works, Vevey, Schweiz / Asmodee, Essen, 2009
Autor: Sébastien Pauehon
2 Spieler*innen, ab 12 Jahren, ca. 30 min

Zwei Händler kämpfen um die Gunst des Maharadschas, denn jede*r möchte gerne Hoflieferant*in werden. Doch dieses Privileg erhältst du nur, wenn du am Ende der Woche erfolgreicher als deine Konkurrenz warst. Dazu musst du auf dem orientalischen Bazar Waren kaufen, tauschen und wieder verkaufen. Eine große Kamelherde hilft dir, möglichst viele Waren zu transportieren. Aber Achtung, die Konkurrenz schläft nicht und versucht ebenfalls die besten Geschäfte zu machen!

Auf dem Bazar treten zwei Händler*innen gegeneinander an. Gehandelt werden wertvolle Waren, wie Diamanten, Gold und Silber. Aber auch Gewürze, Tuch und Lederwaren sind im Angebot. Wenn du am Zug bist, kann du entweder neue Waren nehmen bzw. tauschen oder deine Waren verkaufen. Für eine große Menge gleicher Waren, bekommst du extra Rupien. Wer eine Warenart zuerst verkauft erhält einen höheren Preis, da der Marktpreis bei jedem Verkauf sinkt. Auch der Erwerb von Kamelen kann sich lohnen, da diese eure Waren transportieren können. Eine große Kamelherde gibt am Ende sogar noch einmal ein paar Rupien extra. Wenn drei der sechs Waren ausverkauft sind, endet die Handelswoche und es wird abgerechnet. Der*die Händler*in mit den höchsten Einnahmen gewinnt die Runde und erhält ein Exzellenz-Siegel. Wer zu erste zwei Siegel ergattert, gewinnt das Spiel und wird Hoflieferant*in des Maharadschas.

Jaipur ist ein sehr schönes Kartenspiel für zwei Spieler*innen. 2010 landete das Spiel auf der Empfehlungsliste „Spiel des Jahres“. Die Jury meinte damals: „Das auch optisch ansprechende „Jaipur“ ist eingängig und so spannend, dass schnell eine Revanche gefordert wird.“ Das können wir nur bestätigen. Das ausgefallene Thema und das schöne Spielmaterial entführt euch in die Welt der Maharadschas. Der kleine Karton ist schnell eingepackt und macht es zu einem perfekten Spiel für unterwegs. Der Spielmechanismus ist simpel, aber sehr clever und ausgewogen. Ihr müsst immer wieder gut überlegen, ob euer Zug am Ende nicht der Konkurrenz mehr von Nutzen ist. Ein wenig aufwändig ist allerdings der Aufbau der einzelnen Runden. Vor allem die vielen Warenchips müssen immer wieder neu sortiert und ausgelegt werden. Im Ganzen aber ein sehr schönes Spiel.

4 Pöppel vergibt Oliver Mahn