Kann man mal machen

Mirellativegal: Kann man mal machen, Community Editions Verlag

Mirella nimmt wahrlich kein Blatt vor den Mund. Mit ihrem YouTube-Kanal „Mirellativegal“ steht sie für vieles – für Gelassenheit, Humor, Nachhaltigkeit, Meinung. Dabei spielt sie aber nie den Moralapostel, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und sowieso alles besser weiß als jede*r Zuschauer*in. „Kann man mal machen“ ist die Devise, nach der sie ihre Videos und auch ihr Leben gestaltet. Und jede*r, die*der mag, kann da einfach mitmachen.
Ich stand diesem Buch zunächst eher skeptisch gegenüber. Noch ein Buch von irgendeiner dahergelaufenen YouTuberin. Bisher hatten mich solche Werke noch nie wirklich überzeugt. Mirellas Videos schaue ich allerdings schon ziemlich lange, denn sie war eine der ersten YouTuberinnen, die es hier in Deutschland „gewagt“ haben, von der Beauty-Schiene zu Humor zu wechseln. Das fand ich ziemlich cool. Als ich dann erfuhr, dass sie zu einer Lesung in meine Stadt kommt, dachte ich mir „Hey, kann man mal machen!“ und besorgte mir eine Karte. Der Abend war sehr, sehr cool. Mirella wirkte auf mich sehr authentisch, nahm sich für jede*n Zeit und diskutierte mit uns auf ihre gewohnt humorvolle und ehrliche Art über Feminismus, Perfektionsdruck und „Trash on Demand“. Mich hat sie an diesem Abend von ihrem Buch überzeugt, in dem es um genau solche und noch einige weitere Themen geht, die unsere Gesellschaft derzeit beschäftigen.

vergibt Rebecca Haugwitz