Leichte Sprache – was ist denn das?

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache ist eine besondere Sprachform, die laut der UN-Behindertenrechtskonvention das Ziel hat, Menschen mit Leseschwierigkeiten oder Verständnisschwierigkeiten die Teilhabe in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.

Dafür gibt es bestimmte Regeln:

  • kurze Hauptsätze
  • weitgehender Verzicht auf Nebensätze
  • nur ein Gedanke pro Satz
  • komplizierte Begriffe werden erklärt
  • zusammengesetzte Wörter werden mit Binde-Strich geschrieben

Nach der Übersetzung wird jeder Text von betroffenen Menschen auf Verständnis geprüft, bevor er veröffentlicht wird. So wird sichergestellt, dass die Übersetzung von schwerer Sprache in leichte Sprache für die Menschen verständlich ist, für die sie gedacht ist.
Leichte Sprache ist nicht nur für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, wie oft angenommen wird. Sie hilft ebenso Menschen, die nicht gut deutsch sprechen und komplexe Texte oft nicht verstehen.

Der VCP setzt sich für den Abbau von bestehenden Barrieren ein. Wenn wir Leichte Sprache vermehrt in unseren Verbandsmedien nutzen, erleichtern wir Menschen den Zugang zu unseren Verbandsinformationen und dadurch auch den Zugang zu unserem Verband.

Der VCP hat seit kurzem auf www.vcp.de/des/ einen Reiter in Leichter Sprache, der wichtige Teile unserer Webseite übersetzt hat.

Fakten:

Leichte Sprache in Deutschland

In Deutschland gibt es seit 1997 Bemühungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten einen für sie verständlichen Zugang zu Informationen zu bekommen.

UN Behindertenrechtskonvention (BRK)

Die BRK ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der von 182 Staaten ratifiziert wurde. Sie stellt fest, dass behinderte Menschen nicht krank sind, sondern durch ihre Umwelt und gesellschaftliche Strukturen von außen behindert werden.

 

Tipp:

Leichte Sprache hat viele Regeln und braucht Übung bei der Anwendung.
Einfache Sprache kommt mit weniger Regeln aus und erleichtert trotzdem vielen Menschen den Zugang zu Informationen.