Nachruf für Udo Strübbe

15.06.1960 – 03.07.2018

Am 21.07.2018 haben Familie, Freunde und viele Pfadfinder*innen in Reekenfeld Abschied genommen von Udo. „Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen“, kleine Steine mit diesem Waldläuferzeichen wurden von vielen am Grab abgelegt. Udo ist viel zu früh von uns gegangen, aber dieses berühmte Zitat von Baden Powell trifft auch auf Udo zu. Trotz schwerer Krankheit kümmerte er sich noch gemeinsam mit der Familie um die notwendigen Dinge. Ein Pfadfinder mit ganzem Herzen und „Allzeit bereit“.

Seit 2003 im VCP war er nicht nur hier, sondern darüber hinaus auch in der Kirchengemeinde und in örtlichen Posaunenchor engagiert. Als interessierter, hilfsbereiter und lustiger Mensch war die Zusammenarbeit mit Udo stehts von Engagement, Kreativität und Spaß geprägt. Aber auch die ernste und konstruktive Herangehensweise von Udo an Probleme und Herausforderungen brachten häufig das beste Ergebnis.

Egal, ob Thinking-Day, Bezirks-Pfingstlager, Familienfreizeiten, Technikkurs für Erwachsene oder Adventsfreizeiten, Udo stand bei Bezirksveranstaltungen mit Rat und Tat zur Seite. Durch seine herzliche und offene Art hatten alle immer viel Spaß, mit Udo konnte man Pferde stehlen. Gerne erinnern wir uns an die vielen gemeinsamen Stunden zurück, wo auch außerhalb des Programms, viel rumgeulkt wurde.

In Reekenfeld leistete Udo durch sein Engagement einen sehr großen Beitrag zum Aufbau des Stammes in der Kirchengemeinde. Bei Stammeslager, Sommerfahrten und Friedenslicht, Stammesrat und Material, Udo unterstützte begeisterte die durch seinen Ideenreichtum und Motivationsfähigkeit. Dabei war es ihm stehts ein Anliegen, dass die Kinder und Jugendlichen ihre eigene Erfahrungen machen. „Learning by doing“ statt „so isses“, „vielleicht probierst du es einmal so“, statt „das haben wir schon immer so gemacht“ zeichneten sein Handeln aus. Udo war als Back up da, aber er wollte nicht den Ideen und Versuchen der jungen Menschen im Wege stehen. Diese Art haben wir an ihm sehr geschätzt und sie hat den jungen Gruppenleitern viel Entwicklungsraum gegeben.

Gleichzeitig setzte sich Udo in der Kirchengemeinde für die Pfadfinder*innen, aber auch andere Themen ein und trug zum Gemeindeleben bei.
Dazu kam auch noch die Musik als Hobby. Im Posaunenchor und auf Konzerten konnte man auf ihn zählen.

So viel Engagement geht nur mit einer verständnisvollen Familie. Denn oft musste seine Frau Elisabeth auf ihn und die beiden Kinder wegen der Pfadfinder*innen am Wochenende verzichten, während diese bei ihrer zweiten Familie den Pfadis waren. An dieser Stelle deshalb auch noch einmal der Dank an Elisabeth, dass sie Udo den Freiraum für dieses Engagement gelassen hat. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir Abschied genommen, denn wir wissen Udo geht es nun besser. Vielen Dank Udo und Herzlich „Gut Pfad“

Deine Pfadis vom Stamm „Brückenbiber“,

Reekenfeld und dem VCP Bezirk Oldenburg