Offener Brief: Keine Kandidatur zum Bundesvorstand

Lieber VCP!

Leider gibt es zum jetzigen Zeitpunkt niemand Neuen für unser Team und deshalb müssen wir euch mitteilen, dass wir nicht für den Bundesvorstand zur Verfügung stehen.

In der vergangenen Woche haben wir dies bereits dem Bundesrat mitgeteilt und uns seitdem viele Gedanken dazu gemacht, ob es uns in der derzeitigen Konstellation möglich ist unter bestimmten Bedingungen antreten zu können. Letztendlich war vor allem eines unserer Kernkriterien nicht erfüllt, nämlich die Möglichkeit uns Auszeiten zunehmen, wenn wir diese für das Fortkommen in unserem Leben benötigen oder Raum für neue Erfahrungen haben möchten. Dies stellt insbesondere im nächsten halben Jahr eine Schwierigkeit dar.

Unser „Nein“ zu einer Kandidatur bedeutete aber nicht, dass wir uns dies in Zukunft gar nicht mehr vorstellen können. Doch die Bedingungen dafür sind für uns entscheidend. Unsere Erfahrungen der vergangenen Monate haben zudem gezeigt, dass wir damit nicht alleine stehen. In den Gesprächen, die wir geführt haben, war dies ein wiederkehrendes Thema und viele, mit denen wir gesprochen haben, haben sich sehr ernsthaft Gedanken gemacht, ob und wie das Amt des Bundesvorstands mit Familie, Familienplanung, Partnerschaft sowie Beruf und Studium in Einklang gebracht werden können. Das Ergebnis war schließlich immer: Es passt gerade nicht.

Falls sich nun bis Samstag auf der Bundesversammlung kein Bundesvorstand mehr findet, kann es sein, dass der VCP sich erstmal ohne einen gewählten Vorstand wiederfindet. Als Verband müssen wir uns gemeinsam überlegen, wie wir dieses Amt in Zukunft gestalten können. Dieser Prozess sollte auf der Bundesversammlung gestartet werden und wir sind gerne bereit unsere Gedanken und Erfahrung mit in diesen Prozess einzubringen. Sollte sich aus diesem Prozess ein neues Team finden, dass sich vorstellen kann für den Bundesvorstand zu kandidieren, sind wir auch bereit uns mit diesen in neue Gespräche zu begeben.

Wir hätten gerne Verantwortung für den VCP übernommen und wir hätten noch viel lieber die Ideen, die in den vergangenen Monaten in unserem Team und in Zusammenarbeit mit anderen Menschen entstanden sind, umgesetzt. Wir hoffen, dass der Verband – mit oder ohne uns – bald einen neuen Bundesvorstand findet.

Gut Pfad!

Jost und flip

Zum Hintergrund: Jost und flip hatten im Mai noch nach Mistreiter*innen gesucht. Den Aufruf könnt ihr hier nachlesen. Ihren ersten offenen Brief zur Vorstandssuche gibt es hier.