Pfadfinden bedeutet Verantwortung zu lernen

Jule Lumma erklärte auf der Podiumsdiskussion zur Beteiligung, wie Pfadfinden das Leben prägen kann.

„Gehört werden oder selber machen“. Das war der Titel einer Podiumsdiskussion am Freitagabend in der Großen Halle der Straßenbahnwelt. Fünf Bürgerinnen stellten ihre Projekte zur Beteiligung vor. Mit dabei: eine Bürgerplattform in den Berliner Stadtteilen Moabit und Wedding, die sozial schwache Menschen vernetzt und ihnen dadurch Stärke und eine Stimme gibt, die Bürgerstiftung Stuttgart, die kostenfreie Kulturangebote  für ärmere Menschen durchgesetzt hat, eine Genossenschaft von „Stromrebellen“ in Berlin, die das Stromnetz ihrer Stadt der Firma Vattenfall abkaufen wollen, eine Opernsängerin, die die Oper Cosi fan tutte mit syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen inszeniert und Jule als Bundesvorsitzende des VCP.

Jule erklärte, wie Beteiligung im VCP aussieht und dass schon Kinder in der „kleinen Gruppe“ das Mitreden und die Übernahme von Verantwortung lernen. So können sie sich in Entscheidungsprozessen wieder finden. Außerdem erläuterte sie das Delegiertenprinzip im Verband und wie in Versammlngen gewählt wird.

Jule nutzte aber auch die Gelegenheit zu erklären, dass vieles, was sie beim Pfadfinden gelernt hat, auch in ihrem Berufsleben nutzen kann. Dass man beim Pfadfinden in einem geschützten Rahmen lernen und Verantwortung übernehmen kann. Aber auch, dass Fehler passieren dürfen und man so lernt, was man selbst besser machen kann. Sie berichtete auch über die internationalen Beziehungen des VCP zu Pfadfinderinnen und Pfadfindern in der ganzen Welt. So konnte Jule im Rahmen dieser Podiumsdiskussion das Bild der rührigen Kirchentagshelferinnen und –helfer in Hemd und Halstuch noch um einige Facetten erweitern.