Pfadfinder*innen übergeben Spende an SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth

Im Rahmen der Bundesversammlung des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e.V. am letzten Wochenende auf Burg Rieneck übergab Natascha Sonnenberg, Bundesvorsitzende des VCP, einen Scheck über rund 600 Euro an Mario Kölbl, den Leiter der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth. In der SOS-Dorfgemeinschaft wohnen und arbeiten 162 Erwachsene mit geistiger Behinderung. Von dem zertifizierten Ökobetrieb bezieht die Pfadfinderburg Rieneck beispielsweise ihre Milchprodukte.

Der VCP spendet jedes Jahr einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf der VCP-Abzeichen. In diesem Jahr wählte die VCP-Bundesleitung dafür die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth aus. Die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth liegt oberhalb von Rieneck und damit in der Nähe von Burg Rieneck, einem der Bundeszentren des VCP. Viele Pfadfinder*innen verknüpfen einen Besuch auf ihrer Pfadfinderburg mit einem Ausflug nach Hohenroth – für Kaffee und Kuchen, oder auch um das ein oder andere Kälbchen zu streicheln.

In der SOS-Dorfgemeinschaft wohnen und arbeiten 162 Erwachsene mit geistiger Behinderung. Ziel der Betreuung und Begleitung in der Dorfgemeinschaft ist es, den Menschen mit Behinderung in seiner individuellen Würde zu achten und ein sinnerfülltes Leben zu ermöglichen. In den Arbeitsbereichen können die Bewohner*innen einer sinnvollen Arbeit, entsprechend ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten nachgehen. Jeder Mensch wird als Persönlichkeit ernst genommen, auch wenn er seine Kräfte nur zu einem Teil einsetzen kann. Dies passt gut zu den Grundprinzipien von Pfadfinden, denn auch hier wird jede*r mit seinen Stärken und Schwächen wahrgenommen und akzeptiert. In kleinen Gruppen lernen Pfadfinder*innen Partnerschaft und soziale Verhaltensweisen, übernehmen altersgemäß Verantwortung und gewinnen durch die Erledigung ihrer Aufgaben Anerkennung und Selbstbewusstsein.

Im letzten Jahr spendete der VCP den Erlös des Abzeichenverkaufs an UNICEF für ein Trinkwasserprojekt im Jemen.