Pfadfindung: Pfadfinder*in sein

In einer kleinen Blog-Reihe gehen wir auf die von der Bundesversammlung 2016 beschlossenen Handlungsfelder ein und stellen Menschen, Projekte und Ideen vor, die dazu passen.

2026 hat jede VCPerin und jeder VCPer ein Bewusstsein, was Pfadfinden für sie und ihn persönlich bedeutet. Jede und jeder einzelne ist ganz bewusst ein Teil der pfadfinderischen Bewegung. Die pfadfinderischen Wurzeln, Traditionen sowie Grundlagen wie die pfadfinderische Methode, das Pfadfindergesetz und der christliche Glaube sind dabei von zentraler Bedeutung.

Im Gespräch dazu Johanna „Giotti“ Neubauer aus dem VCP Bayern.

Das WAGGGS-Kleeblatt ziert Glottis Rücken. Foto: Peter Neubauer

Ein Tattoo ziert deinen Rücken. Wann hast du dir das stechen lassen und warum?
Auf meinem Schulterblatt ist das WAGGGS-Kleeblatt zu sehen. Das Tattoo habe ich ein paar Monate nach meinem 18. Geburtstag stechen lassen, allerdings nach reiflicher Überlegung. Sowas geht ja nicht mehr weg. Ich glaube die Idee kam mir als ich 15/16 war. Irgendwie wollte ich zeigen, dass ich Pfadfinderin bin. Das ist ein großer und wichtiger Teil meines Lebens und das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Wirst du denn häufig auf das Tattoo angesprochen und wenn ja, was antwortest du da dann Pfadfinder*innen und was Nicht-Pfadfinder*innen?
Tatsächlich werde ich häufig angesprochen, vor allem im Sommer auf Stadtfesten oder ähnlichen Veranstaltungen. Allerdings sind diese Gespräche meist alles andere als tiefgründig. Aber die Häufigkeit liegt an meinem Wohnort. Ich wohne in Nürnberg und viele fragen dann ganz entsetzt nach, ob ich tatsächlich ein Kleeblatt auf dem Rücken habe. Wenn ich dann erkläre, dass das nichts mit der verhassten Nachbarstadt Fürth zu tun hat, die ein Kleeblatt als Zeichen hat, sind die meisten dann wieder beruhigt. Manchmal kommt man dann etwas ins Gespräch und ich erkläre, dass es sich um das internationale Zeichen der Pfadfinderinnen handelt. Daraufhin kommt dann meist die Frage, ob ich denn auch Kekse verkaufe. Ich sage dann nur, dass das was Amerikanisches ist, für den Fall, dass sie aber mal über Girlscout Cookies stolpern, sollen sie sie auf jeden Fall probieren. Die sind nämlich echt gut!

Was bedeutet Pfadfinden für dich?
Ich bin schon seit ich ganz klein war bei den Pfadis und es hat mir immer viel bedeutet dabei zu sein. Es hat in meinem Leben einen sehr hohen Stellenwert und nimmt dementsprechend auch viel Zeit in Anspruch. Aber ohne Pfadfinden könnte ich es mir nicht vorstellen. Auch wenn das Waschen nach dem Lager nervt, freut man sich immer wieder am Lagerfeuer zu sitzen und zu singen oder zu ratschen.

Spielt das Pfadfindergesetz in deinem Alltag eine Rolle?
Ich würde sagen ja. Zwar ist das Pfadfindergesetz nicht ständig präsent und ich versuche nicht krampfhaft jeden Tag meine gute Tat zu vollbringen, aber es ist schon eine Lebenseinstellung und beschreibt die Werte, nach denen ich versuche mein Leben auszurichten. Auch wenn das vielleicht nicht immer so ganz hinhaut beruhen dann doch die meisten Entscheidung auf diesem Wertebild und damit auch auf dem Pfadfindergesetz.

Was ist dir wichtig beim Pfadfinder*in sein?

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