Pfadfindung: VCP sein

In einer kleinen Blog-Reihe gehen wir auf die von der Bundesversammlung 2016 beschlossenen Handlungsfelder ein und stellen Menschen, Projekte und Ideen vor, die dazu passen. 

2026 wird der VCP durch sein klares und deutliches Profil erkannt. Die Mitglieder identifizieren sich mit den Grundlagen, Zielen und dem Auftritt des VCP. Durch kluge Kooperationen und Vernetzungen mit Partner*innen wird der VCP beim Erreichen seiner Ziele unterstützt.

Im Gespräch dazu Philipp von Stockhausen aus dem VCP Hessen.

Du bist im Internationalen tätig und auch immer auf dem Kirchentag vertreten. Erzähl mal, was machst du?

Ich bin zusammen mit Peter Neubauer der VCP-Teil für die Kontingentsleitung zum Jamboree 2019 in Nordamerika. Wir sind zum ersten Mal nicht drei Kontingente, die sich auf dem Jamboree als ein deutsches Kontingent zeigen, sondern ein gemeinsames deutsches Kontingent, dass von Beginn an alles zusammen plant und macht. Wir sind sechs Menschen als Kontingentsleitung (jeweils zwei aus jedem Verband) und haben ein Team von Menschen aus allen Verbänden um uns herum.  So kriege ich ganz hautnah mit, wie die anderen Verbände ticken und was es an Gemeinsamkeiten gibt.

Beim Kirchentag bin ich Vorsitzender des Landesausschusses für den Kirchentag in meiner Landeskirche und damit Mitglied der Präsidialversammlung (des Parlaments) des Kirchentages. Beides bin ich geworden, weil ich als Jugendlicher auch viel in der Evangelischen Jugend gemacht habe und dort immer „der Pfadfinder“ war. Nach einem Landeskirchentag wurde ich gefragt, ob ich nicht auch im Landesausschuss mitarbeiten wollte und bin so auf die „inhaltliche“ Seite des Kirchentages gekommen. Seit fünf Jahren bin ich nun dort der Vorsitzende und Mitglied der Präsidialversammlung.

Der VCP auf dem Kirchentag: Wie präsentieren wir uns deiner Meinung nach dort?

In meiner Wahrnehmung ist unsere Präsenz beim Kirchentag die größte Werbung, die wir für den VCP und für Pfadfinden haben können. Das liegt vor allem an unserer großen Zahl an Helfer*innen. Alles was wir dann noch machen, wird deutlich weniger wahrgenommen, aber bringt unserer besonderen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in das Programm mit ein – seien es die Programmangebote im Zentrum Jugend oder die Friedenslichtandachten. Eine Besonderheit ist der Gottesdienst von VCP und CPD für Pfadfinder*innen, weil er eigentlich ein internes Angebot ist, das aber im großen Programm des Kirchentags steht.

Du warst auf dem Jamboree ja bereits in Japan mit dabei. Was war das für ein Gefühl, als alle Deutschen die Ringekluft anhatten?

Das Tollste von allem war nicht das Anhaben, sondern das erste Anziehen der Kluft in Immenhausen beim gemeinsamen Vorlager. Wir haben das vorher geplant und ich wusste, was passieren wird. Aber als es dann soweit war, da war es überwältigend. Wir haben uns für ein großes gemeinsames Gruppenfoto getroffen. Jede*r in seiner oder ihrer Verbandskluft und dann hieß es umziehen. Und auf einmal wurde aus dem bunten Haufen eine große Gemeinschaft in petrol.
In Japan beim Jamboree, da war es dann ganz normal. Wir waren die in petrol und das waren wir Deutschen, da war es nicht mehr interessant, aus welchem Verband der oder die andere kam.

VCP-grau auf der einen Seite, petrol beim rdp – wie passt das zusammen?

Das ist für mich ganz einfach: Wenn wir anderen Leuten erklären, warum wir Kluft tragen, dann bringen wir oft das Beispiel von Fußballtrikots. Alle tragen das gleiche auf dem Platz. Das VCP-grau ist für mich die Farbe meines Verbandsteams. Wenn ich international für den rdp unterwegs bin, dann trage ich die Farben meiner Nationalmannschaft und das ist das petrol.

 

Was ist dir wichtig beim “VCP sein”?

Nimm teil am Ranking – so kannst du mitentscheiden, was auf den Regionalkonferenzen diskutiert wird!

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