Pfadfindung: Vorbereitet sein

In einer kleinen Blog-Reihe gehen wir auf die von der Bundesversammlung 2016 beschlossenen Handlungsfelder ein und stellen Menschen, Projekte und Ideen vor, die dazu passen. 

2026 hat jede*r, die*der sich im VCP engagiert, die besten Voraussetzungen um dabei erfolgreich zu sein. Ausbildung, individuelle Förderung und Unterstützung spielen dabei eine besondere Rolle. Die Mitarbeiter*innen werden durch geeignete Angebote unterstützt, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Ein zentraler Baustein der pädagogischen Arbeit ist unsere Stufenkonzeption.

Im Gespräch dazu Richard Vogel aus dem VCP Sachsen.

 

Wie bist du beim VCP gelandet und was machst du da?

Im Frühjahr 2013 wurde das Arbeitsfeld „Pfadfinden“ als Teil der landeskirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen in meinem Studium Religionspädagogik und Gemeindepädagogik vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, dass mir etwas sehr „Schlimmes“ passieren muss, um Teil dieser Arbeit zu werden. Ein Kollege, der mittlerweile ebenfalls Mitglied im VCP ist, brachte mich auf die Idee in unserer Arbeit in den Kirchgemeinden am Zittauer Gebirge Pfadfinden aufzunehmen. Ein anderer Kollege, der schon länger VCP-Mitglied ist, empfahl uns eine VCP-Mitgliedschaft.

Zurzeit baue ich den Stamm „Räuberhauptmann Karasek“ auf. Hier möchte ich Kinder und Jugendliche im Rahmen der bündischen Tradition und des Pfadfindens befähigen, Verantwortung zu übernehmen, eigenw Wünsche und Ideen zu formulieren und umzusetzen. Dazu gehört auch sich im Leben der Kirchgemeinde, die uns finanziell und mit Infrastruktur fördert, zu unterstützen. Wichtig ist mir auch den Kindern christliche Gemeinschaft und Glaubensthemen nahe zu bringen.

 

Nun lernen ja viele Pfadfinder*innen bereits in ihrer Kinder- und Jugendzeit im VCP ganz vieles. Wie war das bei dir als Quereinsteiger?

Am Anfang musste ich lernen mich im Geist der Pfadfinder*innenarbeit zu orientieren. Auch fehlten mir viele Skills, angefangen beim Schwarzzelt aufbauen, Knoten etc. Aber nach und nach begeisterte ich mich immer mehr für die bündischen Elemente. Eine große Hilfe war mir auch die Pfadi-Uni und die Arbeitshilfen des VCP. Auch heute schätze ich, das Pfadfinden voneinander lernen heißt, und ich mich nicht hinter der Rolle des starken Erwachsenen, der alles kann, verstecken brauch.

 

„Learning by doing“ ist eine zentrale Idee im Pfadfinden – wie siehst du das als Quereinsteiger und wie hast du das erlebt?

Ich denke „Learning bei doing“ ist ein wichtiger Bestandteil der Pfadfinder*innenarbeit. Ohne diese Fähigkeit ist Pfadfinden unmöglich. Wichtig ist gerade auch bei Kindern und Jugendlichen, das zu fördern. Oft erlebe ich in meinem Stamm ein Verzagen, wenn nicht gleich fertige Antworten kommen. Aber die Fähigkeit an einem Problem dranzubleiben, bis es gelöst ist, ist eine der größten Fähigkeiten, die Pfadfinden bieten kann.

 

Quereinsteiger hätten es im VCP einfacher, wenn…

…sie als gleichberechtigter Teil im VCP gesehen werden, die sich ihre Grundausrüstung an Wissen und Skill eventuell erst erarbeiten müssen. Besonders Erwachsene, die im Stamm Verantwortung übernehmen wollen, brauchen Begleitung, Schulung und Beratung.

Was ist dir wichtig beim “Vorbereitet sein”?

Nimm teil am Ranking – so kannst du mitentscheiden, was auf den Regionalkonferenzen diskutiert wird!

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