Pfadfindung: zukunftsfähig sein

In einer kleinen Blog-Reihe gehen wir auf die von der Bundesversammlung 2016 beschlossenen Handlungsfelder ein und stellen Menschen, Projekte und Ideen vor, die dazu passen.

2026 zeigt sich der VCP mit gesunden finanziellen und personellen Ressourcen.

Auf Risiken und gesellschaftliche Entwicklungen wird besonnen und mit Weitblick reagiert. Strukturen und Verhaltensweisen werden auf geeignete Art und Weise überprüft und – wenn sinnvoll – angepasst.

 

In Hessen gibt es das Projekt „Rent a Scout“ für alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Kilian Hähn (Friedberg), Benni Reusch (Grävenwiesbach) und Michael „Klöppi“ Klöppinger (Ginsheim) erzählen im Interview, was dahinter steckt.

Um was geht es bei „Rent a Scout“?

Kilian: Wir haben zum hessischen Landeslager 2016 in Großzerlang einen Fond eingerichtet, mit dem Teilnehmenden unterstützt wurden, die sich das Lager sonst nicht hätten leisten können. Die Stämme haben in ihren Orten angeboten, dass sie Aufgaben übernehmen und dafür Geld bekommen.

 

Welche Aktionen waren das?

Kilian: Die Gräfen-Wiesenbacher haben beispielsweise in der Zeitung inseriert und ganz viele Angebote bekommen – zum Zäune streichen, Äpfel ernten, mit dem Hund rausgehen oder Rasen mähen.

Benni: Die Herausforderung ist es, richtige Aktionen für Kinder und Jugendliche zu finden. Beim Zäune streichen war es beispielsweise so, dass der Auftraggeber sehr penibel war. Das haben dann eben Ältere gemacht. Insgesamt waren viele Mitarbeitende aktiv. Wir haben aber zum Beispiel auch einen Dachboden ausgeräumt, das hat den Jugendlichen viel Spaß gemacht.

Klöppi: Bei uns in Ginsheim haben wir mal einen Bauern bei der Spargelernte unterstützt. Das Geld haben wir damals für unsere Sommerfahrt eingesetzt. Wir konnten damit den Teilnehmendenbeitrag niedriger halten und für jede*n ein T-Shirt drucken.

 

Das heißt, ihr habt solche Aktionen schon häufiger gemacht?

Kilian: Die Idee kommt ursprünglich vom VCP aus Hofheim.  Sie hatten das nun auch für das Landeslager in Großzerlang eingebracht.

Benni: Wir waren etwas kritisch, ob wir das als kleiner Stamm auch gewuppt bekommen – die Hofheimer sind ja sehr viele. Aber es hat geklappt, viele haben sich reingehängt.

 

Wie ist denn euer Resümee?

Benni: Wir haben insgesamt 800 Euro zusammen bekommen bei „Rent a Scout“ zum Landeslager. Die Hälfte ging in den Solidaritätstopf, mit der anderen Hälfte haben wir im Stamm Sachen für das Landeslager finanziert, um den Teilnehmendenbeitrag so gering wie möglich zu halten. Die Aktion hat richtig Spaß gemacht und es war ein tolles Gefühl, als recht kleiner Stamm so viel bewirken zu können.

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