#pfadisbleiben – gemeinsam eine Großaktion für den Sommer planen

Liebe Pfadis,

seit zehn Monaten sind wir bereits im Pandemie-Krisenmodus. Fast nichts lief im letzten Jahr so, wie wir es uns vorher vorgestellt hatten. Unzählige Aktionen wurden abgesagt oder verschoben, Gruppenstunden konnten über Wochen gar nicht oder nur digital stattfinden. Die Landeslager fielen der Pandemie zum Opfer, statt am Lagerfeuer sitzen wir in Videokonferenzen. Uns fehlt der Kontakt untereinander, zu unserer Gruppe, zu unseren Freund*innen in anderen Stämmen, zu unserem Verband.

Wir haben trotzdem vieles geschafft, worauf wir stolz sein können.

Wir haben ausgetretene Pfade verlassen und nach neuen Wegen gesucht, haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern uns den Herausforderungen gestellt. So viele von uns, an allen Stellen des Verbandes, waren kreativ und hilfsbereit, verantwortungsvoll und besonnen, diszipliniert und aufgeschlossen gegenüber Neuem. So konnten wir auch im letzten Jahr unsere Pfadfinderei leben, so gut es eben unter den jeweiligen Gegebenheiten möglich war.

Doch die Pandemie zieht sich wie Kaugummi. Auch wenn wir auf ein Ende des Lockdowns und den Beginn des Frühlings hoffen, liegt eine große Unsicherheit über den nächsten Monaten. Während wir zu Hause Pläne schmieden, Sommerlager planen und uns vorbereiten auf den Tag, an dem es endlich wieder losgehen kann, schwebt darüber dennoch auch die Frage: Was, wenn es wieder nicht klappt? Wenn das Lager abgesagt werden muss, wenn die Singerunde nicht stattfinden kann, wenn ich meine Freund*innen schon wieder nicht treffen darf? Das zehrt an den Nerven, unsere Motivationsvorräte sind nicht unerschöpflich und aus jedem abgesagten Wochenende sprechen enttäuschte Hoffnungen auf Abenteuer und Gemeinschaft, also auf das, was Pfadfinden im Innersten ausmacht.
Wir wollen aber nicht zulassen, dass das Virus auf diese Weise in unseren Verband eingreift. Dass wir Menschen verlieren, die vor einem Jahr zu uns gehörten, weil sie sich in der Isolation des Lockdowns von ihrer pfadfinderischen Identität entfernen und dem Verband den Rücken kehren. Oder weil sie in den endlosen Monaten des Verordnungen-Lesens, Hygienekonzept-Erstellens und Zoom-Konferenzen-Moderierens die Freude an ihrem Engagement verlieren.

Auf die nächsten Wochen und Monate kommt es jetzt an.

Während wir hoffen, dass wir schon bald zu unserem gewohnten Pfadi-Leben zurückkehren können, müssen wir darauf vorbereitet sein, dass verschiedene Formen unberechenbarer Einschränkungen noch eine sehr lange Zeit unsere Pläne durchkreuzen werden. Lasst uns deshalb jetzt noch einmal zusammen überlegen, was wir tun können, um im Jahr 2021 Pfadfinden erlebbar zu machen. Lasst uns unsere Anstrengungen gemeinsam darauf richten, dass wir einander verbunden bleiben. Die Möglichkeiten dazu haben wir. Die Pandemie hat unsere gewohnten Arbeitsabläufe durcheinandergewirbelt. Manche von uns sind bis über beide Ohren beschäftigt, aber andere haben vielleicht ungewohnten Leerlauf. Sicherlich haben noch nie so viele Menschen im Verband so intensiv und so lange über das gleiche Problem nachgedacht, da müssen doch auch ein paar geniale Ideen in den Köpfen herumschwirren. Die uns auferlegte Distanz führt zudem dazu, dass VCPer*innen aus anderen Ländern und von der Bundesebene uns so nah sein können wie noch nie – wenn sich sowieso alle im Virtuellen treffen, sind geografische Entfernungen irrelevant. Gleichzeitig wäre es ein gegenseitiges Geschenk, wenn bereits bestehende Konzepte und Angebote aus allen Ecken des Verbandes möglichst vielen Pfadfinder*innen zugänglich gemacht würden.

Projektgruppe #pfadisbleiben

Es gibt deshalb jetzt einen neuen Ort für dieses Thema, eine Gruppe, in die sich alle einbringen können mit ihren Ideen, ihren individuellen Fähigkeiten und ihrem Engagement. Die Bundesleitung hat am vergangenen Wochenende eine Projektgruppe eingesetzt, bei der alle Interessierten mitmachen können, egal wo im Verband sie sich normalerweise zu Hause fühlen. Der VCP hat dafür Ressourcen, die wir nicht unterschätzen sollten: Mitglieder mit Erfahrungen in allen möglichen Bereichen, engagierte hauptberufliche Mitarbeiter*innen, die Kommunikationsinfrastruktur einer Großorganisation und auch finanzielle Mittel, die für eine großangelegte gemeinsame Aktion genutzt werden könnten. Wir, der Bundesvorstand und die gesamte Bundesleitung versichern, die Projektgruppe in allen Bereichen zu unterstützen, damit die nächsten Wochen und Monate mit Volldampf gearbeitet werden kann.

Macht mit!

Die neue Gruppe darf ganz viel. Ob sie es auch können wird, hängt von uns allen ab. Wir brauchen dafür Leute mit kreativen Ideen und mit Einblick in die Lage vor Ort. Wir brauchen Grafiker*innen, IT-Menschen, Geschichtenerzähler*innen, Organisationstalente, Kommunikationsgenies und viele mehr. Deshalb: Wenn es eure Zeit erlaubt und ihr euch gemeinsam mit uns in der neuen Gruppe einbringen möchtet, schreibt eine E-Mail an pfadisbleiben@vcp.de. Damit wir gemeinsam durch den nächsten Teil der Krise kommen und #pfadisbleiben!Wir treffen uns zunächst digital jede Woche sonntags um 19 Uhr. Los ging es bereits am 24.Januar 2021 mit unserem Auftakt und der ersten Ideenbörse rund um die Idee einer Großaktion des Verbandes. Viele kleine und größere Ideen wurden hierbei bereits gesammelt.

Diese Ideen wollen natürlich weiter geplant werden und auch neue Impulse sollen weiterhin Einzug finden in unsere Kreativphase. Daher nehmen wir uns auch in den weiteren 4 Wochen immer wieder Zeit um kreative Köpfe zusammenzubringen aber auch um immer mehr unsere finale Großaktion zu formen.

Die nächsten Video-Konferenzen finden an folgenden Sonntagen statt: 31.01., 07.02., 14.02. und 21.02. 

Interesse geweckt?!

Dann einfach eine E-Mail an: pfadisbleiben@vcp.de schicken und anmelden. Nach der kurzen Anmeldung schicken wir den Link zu unserer Video-Konferenz und weitere aktuelle Informationen zum Projekt #pfadisbleiben zu.
Natürlich können über diese E-Mail auch Rückfragen gestellt werden oder einfach Anregungen/Ideen für das Projekt geschickt werden.

Gut Pfad!
Eure Bundesleitung