Spiele-Test: Werwölfe

Pegasus, Friedberg, 2017
Autor: Ted Alspach
8–24 Spieler*innen, ab 6 Jahre, ca. 60 Minuten

Es wird Nacht und das ganze Dorf legt sich schlafen. Es beginnt die dunkle Stunde der Werwölfe, die im Dorf auf Jagd gehen. Nacht für Nacht bringen sie Dorfbewohner*innen zur Strecke. Die Bewohner*innen wiederrum versuchen ihrerseits Jagd auf die Wölfe zu machen. Fast täglich sind neue Opfer zu beklagen. Wird es das Dorf schaffen alle Wölfe zu erlegen, bevor diese das ganze Dorf ausgelöscht haben?

In „Werwölfe“ schlüpft ihr in die Rollen von Dorfbewohner*innen und Werwölfen. Jede Nacht einigen sich die Wölfe auf ein Opfer. Am nächsten Morgen beklagt das Dorf seine Toten und versucht die Werwölfe zu finden. Den Bewohner*innen helfen bei ihrer Suche nach den Wölfen verschiedene Charaktere. Heiler, Hexe, Seherin, Jäger, Rotkäppchen, Amor und Bürgermeister unterstützen das Dorf mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten. Die Wölfe versuchen möglichst geschickt und unauffällig die Bewohner um die Ecke zu bringen und starke Unterstützer*innen auszuschalten. Die Dorfbewohner*innen stehen vor der schweren Aufgabe jeden Morgen jemanden zu Tode zu verurteilen. Dazu wird diskutiert und abgestimmt. Auch hier können die Wölfe aktiv werden und geschickt gleich ein weiteres Opfer ausschalten. Ist der*die letzte Bewohner*in tot, haben die Wölfe gewonnen. Schafft es das Dorf alle Wölfe zu entlarven, gewinnen sie.

„Werwölfe“ ist ein echter Gruppenklassiker. Mit „Die Werwölfe von Düsterwald“ haben wir euch schon einmal eine Version vorgestellt. In dieser Ausgabe beschränkt der Verlag sich auf sieben Sondercharaktere. Das mache es für alle übersichtlicher, da ihr nicht so viele Sonderregeln im Kopf behalten müsst. Ein besonders schönes Detail ist, dass die Charaktere einen unterschiedlichen Wert, je nach Stärke, haben. Ihr könnt somit in jeder Gruppengröße eine ausgewogene Kombination an Charakteren auswählen. Die Karten sind groß und sehr wertig. Auf jeder Karte steht noch einmal in knappen Worten die Eigenschaft. Auch das hilft sehr beim Spielen. Einziger Minuspunkt sind die Karten der Dorfbewohner*innen. Die sind nicht geschlechtsneutral, sondern es gibt männliche Dorfbewohner und weibliche Bewohnerinnen. Gerade in Jugendgruppen kommt es gerne mal zu unschönen Szenen, wenn ein Junge eine Dorfbewohnerin zugewiesen bekommt. Abgesehen von dieser Kleinigkeit gibt es aber nichts zu meckern. Ein Klassiker der immer wieder Spaß macht. Für größere Gruppen gibt es auch hier diverse Erweiterungen.

5 Pöppel vergibt Oliver Mahn