Stufen-Schulungs-Konferenz 2018 – Wissensmanagement

Von Charles Mayer

  • Wie sammelt man Wissen?
  • Wie entscheidet man welches Wissen relevant ist?
  • Wie verhindert man Duplikate?
  • Wie bündelt man Wissen?
  • Wie verteilt man Wissen?
  • Und vor allem: Wem macht man Wissen zugänglich?

Eine Sammlung von Schulungsinhalten ist sicherlich in einigen Ländern schon vorhanden und wird rege genutzt. Andere Länder hingegen müssen ohne einen reichen Fundus an Methoden und Inhalten Schulungen konzipieren und durchführen. Könnten diese Länder nicht von den etablierten Inhalten anderer Länder profitieren? Möchten wir das alles überhaupt?

Bedeutet dies nicht auch, dass auf lange Frist alle Länder die gleiche Schulungsarbeit machen werden und regionale Eigenheiten assimiliert werden? Wäre eine zentrale Verwaltung auf Bundesebene eine Idee? Es könnten aber auch alle Inhalte gesammelt und allen Schulungsmitarbeitenden fokussiert zur Verfügung gestellt werden und damit den Inhalt einzelner Schulungen bereichern.

Hat man die Hürden der regionalen Unterschiede und die Distanz zwischen den Ländern akzeptiert und in einem Managementsystem entsprechend eingearbeitet, steht man aber gleich vor dem nächsten Problem:

Ein Wissensmanagementsystem kostet entweder viel Geld oder benötigt eine intensive Betreuung. Oder im schlimmsten Fall beides. Und dann ruft niemand Inhalte ab. Wieso also überhaupt den ganzen Aufwand betreiben?

Sicherlich hat der Weg des geringsten Widerstandes immer seinen Charme. Aber die Frage ist doch, was muss getan werden um Stufen-/Schulungs-Inhalte bundesweit auf dem uns bekannten hohen Maße zu gewährleisten? Sicherlich ist die Einführung eines Managementsystems keine Lösung für alle Herausforderungen die sich uns in diesem Zusammenhang stellen, aber sagte nicht bereits B.P. „Geduld kann man erwerben, indem man auf das Endziel blickt und erkennt, wie notwendig die Zwischenstufen sein müssen.“?

Ein nachhaltiger Umgang mit dem reichhaltigen Schulungswissen innerhalb des Verbandes ist nicht nur aus pfadfinderischer Sicht wichtig und notwendig, sondern auch aus langfristigen Gründen unverzichtbar. Auch wenn diese Aufgabe jetzt als schier unlösbar scheint, muss irgendwann ein Anfang gemacht werden.

Schlussendlich ist es an uns, eine Lösung für die aktuellen Probleme in unserer Schulungsarbeit zu finden. Mit unserer Stufen-Schulungs-Konferenz können wir nun den ersten Schritt machen und den Stein ins Rollen bringen.

 

Stufen-Schulungs-Konferenz 2018

Die Stufen-Schulungskonferenz findet vom 25.bis 27. Mai 2018 auf Burg Rieneck statt. Veranstalter sind die Fachgruppen für die Stufen, die Fachgruppe Schulung auf Bundesebene und die Bundesleitung.

Zielgruppe sind die Vertreter*innen aus den Bereichen Schulungen und Stufen aus den Ländern.

Mit diesen Fragen werden wir uns an der Stufen-Schulungs-Konferenz 2018 auseinandersetzen:

  • Sind die Gruppenleiter*innen in euren Stämmen und Orten ausreichend ausgebildet, um zielgruppenspezifische Stufenarbeit anzubieten?
  • Gibt es in euren Ländern, Bezirken, Gauen, Regionen Experten, die eine entsprechende Ausbildung anbieten können?
  • Gibt es überall Konzepte, um eure Gruppenleiter*innen auf ihre Aufgaben vorzubereiten?
  • Welche Form von Ausbildung wird benötigt, damit alle eure Gruppenleitungen erreicht werden?

 

Stufen-Schulungs-Konferenz 2018 –Schulungsmethoden