VCP als Heimatverband

von Lena Radmer

Jede*r erinnert sich bestimmt noch gut an die erste Gruppenstunde, das erste Lager – die erste Zeit bei den Pfadfinder*innen zurück. Unbekanntes Terrain, schwarze Zelte, Lagerfeuer, dass die ganzen Klamotten nach Rauch stanken, dann auch noch einen Abschlusskreis mit Gesang und viele fremde Gesichter. Einige trugen auch noch teils-­blaue Ketten um den Hals. Eine verrückte Gemeinschaft – auf den ersten Blick.

Mit der Zeit lernt man die Rituale und Traditionen kennen. Aus fremden Gesichtern werden Freund*innen, die man auch über die Pfadi-­Aktionen hinaus trifft. Die schwarzen Zelte kann man immer schneller und bald auch mit geschlossenen Augen aufbauen. Der Klamottengeruch nach Lagerfeuer wird zum Symbol für Abenteuer. Und große Freude und Aufregung herrscht vor, wenn man sein (erstes) Halstuch erhält, welches man ab dann voller Stolz trägt. Eine schön verrückte Gemeinschaft – auf den zweiten Blick.

Über die Zeit hinweg fühlt man sich bei den Pfadis beheimatet.

Man fühlt sich wohl, akzeptiert und geborgen. Jede*r hat seinen Platz im VCP gefunden – als Gruppenkind, als Gruppenleitung, als Beauftragte*r, als Vorstand, als Delegierte*r oder auch noch anderweitig. Manchmal mag es hier und dort rütteln, eine Umbruchstimmung kommt auf – Situation und Position können sich ändern, doch die Verbindung zum VCP löst sich dabei nicht so schnell. Viel zu sehr schweben die verschiedensten Ereignisse, Aktionen, Menschen und Orte in jedem Pfadikopf als Erinnerung und prägen einen immer wieder neu: Geländespiele, Fortbildungen, internationale Begegnungen, Stammesaktionen, Bundeszentrale, Gruppenleitung, Bundeslager, Ausbildungen, Jamborees, Hajks, Großzerlang, Gruppenstunden, Fahrten und so vieles mehr.

Was Pfadfinden genau ausmacht, ist für jede*n etwas anderes, doch das Verbundenheitsgefühl zum VCP besteht bei allen.

#pfadiheimat – zeigt uns, wo ihr mit den Pfadis zu Hause seid