Verknallt in Vielfalt

von Anna Sämisch, Cordula Ließ und Martha Nahlik

Im Gemüseregal der Supermärkte wird Vielfalt angepriesen: Rettich, Salat, Kohlrabi, Gurken, Möhren … alles was man braucht. Aber wie vielfältig sind die rotbackig glänzenden Gala Äpfel wirklich?

Allein in Deutschland können wir über 100 verschiedene Apfelsorten finden. Aber beim Blick in die Supermarktregale schrumpft diese Vielfalt auf etwa 5 Sorten.

Die Vielfalt der Sorten gehört zur Artenvielfalt, die ein Aspekt der Biodiversität ist – der biologischen Vielfalt. Weitere Aspekte sind die Vielfalt der Ökosysteme und die genetische Vielfalt.

Diese drei Ebenen bedingen sich gegenseitig. Wenn es – hypothetisch angenommen – nur noch eine Apfelsorte gäbe, die nun von einem Apfelbaumpilz befallen würde, gäbe es sehr schnell keine Äpfel mehr. In der Folge würden auch vielen Würmern, Käfern, Wespen, Bienen oder Menschen die Nahrung entzogen werden.

Dies ist ein sehr vereinfachtes Beispiel, aber es macht deutlich, wie abhängig eine Art von der anderen ist. Und wie abhängig auch wir Menschen sind: Wir brauchen gesunde und funktionierende Ökosysteme. Stabile Ökosysteme erfordern Artenreichtum, Artenreichtum erfordert genetische Vielfalt. Biodiversität ist die Grundlage unseres Lebens. Im Moment ist sie aber durch unsere Lebensweise bedroht. Sie braucht deshalb unseren Schutz. Aber was können wir – allein und gemeinsam – dazu beitragen?

Einige Ranger*Rover aus ganz Deutschland haben sich genau aus diesem Grund getroffen und eine Woche lang darüber nachgedacht. Auf dem Bundeszeltplatz haben wir Artenvielfalt auf Magerwiesen und am Seeufer entdeckt, betrachtet und gekostet. Wir haben leckere Salatzutaten selbst im Wald gesammelt, Apfelmus gekocht und Naturkosmetik hergestellt.

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