Vom Kokon zum Schmetterling 20.04. – 24.04.2022 in Ohrid Nordmazedonien

Hallo zusammen, schon gewusst, dass der Schmetterling das nationale Symbol für Nordmazedonien ist? Ich, vor meiner Teilnahme an der WOSM Agora in Nordmazedonien, auch nicht. Ich bin übrigens Flo, 21 Jahre alt und bei mir in der Siedlung als Gruppenleiter und Siedlungsleitung aktiv. Der Bereich internationales, nicht nur im VCP sondern auch im Kontext des rdp, interessiert mich schon immer und ist einfach so unglaublich interessant und spannend. Genau deshalb freute ich mich umso mehr darüber, dass ich als einer von drei Vertreter*innen des rdp mit Klara (DPSG) und Jette (BdP) nach Ohrid reisen durfte.
An der Agora teilnehmen dürfen delegierte Ranger*Rover aus der WOSM Europa Region. Wir waren somit 65 Teilnehmer*innen aus den meisten Ländern der WOSM Europa Region, eine Spannweite, die in unserem Fall von Island bis nach Aserbaidschan reichte. Am Mittwoch (20.04.) trafen wir uns in Skopje um von dort aus gesammelt nach Ohrid zu fahren. Munter plaudernd kamen wir erst 22 Uhr im Pfadfinderheim in Ohrid direkt am Ohridsee an. Trotz der späten Ankunft war die Stimmung gut und nach einem späten Abendessen ging es dann noch zur offiziellen Eröffnung ans Lagerfeuer. Die Vorfreude auf die kommenden Tage war bei allen riesig. Am nächsten Morgen (21.04.) haben wir gleich mit dem „Confident Bootcamp“ begonnen bei dem wir uns nicht nur selber vorgestellt haben, sondern auch sehr aus unserer Komfortzone herausgeholt wurden. Oder habt ihr schonmal zwei Stärken und eine Schwäche über euch selbst vor 65 Leuten gesagt?
Ein weiterer Fokus lag im Anschluss auf den nationalen Pfadfinder*innen Organisationen, die jede*r von uns repräsentierte. Wir tauschten uns über die unterschiedlichen Verbandsstrukturen und über den Fokus auf die 17 Nachhaltigkeitsziele aus. Nach dem Mittagessen ging es um unser Engagement im Bereich Jugendarbeit, aber auch wie wir alle miteinander netzwerken können, um so auch langfristig von unserer gemeinsamen Zeit in Nordmazedonien zu profitieren. Am Abend feierten wir zusammen einen genialen und ausgelassenen internationalen Abend, eine Möglichkeit um unterschiedliche Kulturen durch Essen, Trinken und verschiedene Tänze kennen zu lernen. Das machte einfach unglaublich viel Spaß.
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Am Freitag (22.04.) starteten wir mit der Zielsetzung von ein paar eigenen Lebenszielen, um dadurch unseren aktuellen Stand auf dem Weg dorthin festzustellen. Nachmittags besuchten wir Ohrids Altstadt wo wir nicht nur die Stadt besser kennen gelernt haben, sondern auch um verschiedene Aufgaben an Stationen zu erfüllten. Diese waren rund um das Thema „our actions and their impact“. Der traditionelle Mazedonische Abend war der Ausklang dieses Tages. Es gab regional bekanntes Essen und Trinken aber auch eine Tanzgruppe die uns Mazedonische Tänze näher brachte. Das hieß den ganzen Abend lang tanzen zu Musik aller Art und einer einzigartigen Stimmung, das vergisst man so schnell nicht wieder.
Der Samstag (23.04.) begann mit einer Müllsammel-Aktion am See, auf und rund um das Pfadfinderheim. Am Nachmittag arbeiteten wir noch ein Projekt-Zeltlager aus, bei dem wir ein Gefühl dafür entwickeln konnten, was man alles bei einem internationalen Zeltlager beachten muss und vor allem wie und wann man improvisieren muss.
An unserem letzten Tag (24.04.) war nur noch aufräumen und verabschieden angesagt. Wir machten nochmals ganz viele Bilder am See bevor es dann mit dem Bus von Ohrid nach Skopje ging. Ein Abschied der schwer fiel, da meiner Meinung nach die Agora schon viel zu früh vorbei war. Deshalb flog ich von dort aus mit schwerem Herzen und leichtem Prüfungsstress wieder zurück nach Hause.

Mir persönlich haben diese fünf Tage gezeigt wie cool Pfadfinden auch im internationalen Kontext ist und wie viel Spaß es macht darin involviert zu werden. Durch ein Event wie dieses kann man als Kokon wachsen und sich weiterentwickeln bis man sich dann schließlich zu einem Schmetterling entfaltet. Genau dies hat die Agora bei mir bewirkt. Man hat Zugang zu einem Netzwerk aus internationalen Pfadfinder*innen bekommen mit denen man coole neue Projekte auf die Beine stellen kann und so die Pfadfinderbewegung zu unterstützen. Es wird auf jeden Fall nicht das letzte Mal sein, dass ich an einem Event wie die Agora teilnehmen möchte und ich kann es jedem nur empfehlen dieses einzigartige Erlebnis, aber auch andere, zu erleben.

Gut Pfad Florian