Weihnachten in Irland

von Antje Zelmer, VCP Württemberg 

In Irland beginnt die Weihnachtszeit am 8. Dezember, mit Weihnachtsmärkten und festlicher Beleuchtung auf der ganzen Insel. Typischer Weihnachtsschmuck sind Stechpalmen und Efeu. Dabei bedeuten viele Beeren an der Stechpalme auch viel Glück im neuen Jahr. Einen Weihnachtsbaum wie wir in Deutschland kennen Ire*innen erst seit Kurzem.

Auch in Irlands werden Weihnachtslieder gesungen, dabei ist eines der ältesten irischen Weihnachtslieder das Wexford Carol, welche wohl aus der Grafschaft Wexford stammt.

„Nollaig Shona Duit“ (NO-lig HO-nuh gwich), so wünscht man sich auf Irisch Frohe Weihnachten. Und das auch unter dem Mistelzweig, unter welchem sich geküsst werden darf, dem allerdings eine heilende Wirkung zugesprochen wird. (Zumindest in heidnischer Zeit, deswegen wurde er auch zeitweilig verboten). Heute ist der Mistelzweig ein Symbol für Frieden und Wohlwollen.

Für manchen gehört zu Weihnachten in Irland auch ein Bad am Forty Foot in Sandycove am Weihnachtsmorgen, also am 25.12. Brrrr, das ist ganz schön kalt.

Da Irland und Nordirland zwei unterschiedliche Länder sind, gibt es für den 2. Weihnachtstag, der bei beiden ein offizieller Feiertag ist, so wie bei uns, zwei unterschiedliche Namen. In Irland heißt der 26.12 „St. Stephens Day“ und in Nordirland „Boxing Day“.

In Irland endet die Weihnachtszeit offiziell am 06.01 mit der „Weihnacht der Frauen“ oder auch „kleine Weihnacht“ An diesem Tag müssen die Frauen die Hausarbeit ruhen lassen, weil das sonst Unglück bringt. Daher schmücken die Männer den Weihnachtsschmuck ab und müssen auch kochen.