Wie war es eigentlich auf der Zukunftswerkstatt M-V?

Die Zukunftswerkstatt in, von und für den VCP Mecklenburg-Vorpommern hat im Oktober stattgefunden. Aber wie war es denn eigentlich? Zwei Teilnehmende berichten.

„Zukunftswerkstatt“ in MV

von Jan

Die Landesarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ist desaströs. Es gibt keine Landesleitung, die Stämme sind untereinander kaum vernetzt, Landeslager finden schon seit Jahren nicht mehr statt.

Umso erfreuter war ich, als ich in meinem Briefkasten eine Postkarte mit der Aufschrift „Zukunftswerkstatt Mecklenburg-Vorpommern“ fand. Auf der Rückseite stand etwas von Vernetzung auf Landesebene, gemeinsamen Aktionen und Lagern. „Endlich passiert was!“, dachte ich, und verabredete mich mit einem Freund, diese „Zukunftswerkstatt“ mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Also packten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg nach Teterow, wo das Treffen stattfinden sollte.

Nach amüsanten Kennlernspielen, die teils im Krankenhaus hätten enden können, ging es direkt ans Eingemachte. Auf neun Teilnehmende kamen ebenso viele Organisator*innen. Unter ihnen Mitglieder von Landesleitungen der Nordländer und der Generalsekretär des VCP.

Sie hatten das Treffen initiiert, weil sie das Vakuum auf der Landesebene in MV bemerkt hatten. Nun wollten sie uns zeigen, wie Landesarbeit funktionieren kann und uns dabei helfen, den VCP in MV zu reanimieren.

In einem Stuhlkreis beredeten wir die Probleme unseres Landesverbandes und suchten gemeinsam nach Lösungen. Dabei wurde schnell klar, dass es einen Neuanfang braucht, aber auch, dass die Zeit nicht genügte, sich mit allen Detailfragen auseinanderzusetzen. Also erarbeiteten wir ein grobes Zukunftskonzept, in dem wir die wichtigsten Maßnahmen zur Wiederbelebung unseres Landesverbandes festhielten. Darunter die Wahl einer Landesleitung und die Etablierung von Kommunikationswegen. Besonders hilfreich war dabei der reiche Erfahrungsschatz der Organisator*innen, die uns viel über die Landesarbeit und die Aufgaben einer Landesleitung erzählen konnten.

Abends ließen wir den ereignisreichen Tag am Lagerfeuer ausklingen, sangen Lieder, unterhielten uns und knüpften Kontakte. Den Rückweg am nächsten Tag trat ich mit viel Hoffnung, Motivation und wunderbar rauchig riechenden Klamotten an. So muss es sein!

 

Zukunftswerkstatt !?

Was sich dahinter verbirgt? Jeder kam mit anderen Vorstellungen. Mit einem gut vorbereiteten Team und 9 weiteren Teilnehmer*innen aus allen Generationen wurde es spannend am dritten Wochenende im Oktober. Wohin fährt der Zug mit den Pfadfinder*innen vom VCP in M-V? Ein gutes Kennenlernen der Pfadfinder*innen untereinander, der Strukturen auf Landes- bzw. Bundesebene standen auf dem Plan. Als fast Neuling im Bereich VCP M-V bin ich wirklich froh, dabei gewesen zu sein. Die Pfadfinderarbeit in M-V läuft eigentlich ganz gut. Mir ist nochmals klar geworden, dass sie es womöglich etwas zu leise tut. Mit den Gedanken und Impulsen aus diesem Wochenende habe ich direkt zwei weitere zukünftige Siedlungen für unsere Pfadfinder*innen getroffen. Das kennenlernen weiterer VCPler*innen aus unserem Bereich ist mir super wichtig. Ich komme aus dem Bereich Rheinland und bin in gut vernetzten Strukturen bei den Pfadfinder*innen aufgenommen worden. Ich hoffe, dass unseren Pfadfinder*innen hier vor Ort auch zukünftig solche Möglichkeiten offen stehen, bzw. verbessert werden können.

Mit der Idee, durch die Landesleitung in Zukunft noch bessere Vernetzung zu schaffen und spätestens in 2023 wieder ein gemeinsames Landeslager zu organisieren, fuhr ich voller Optimismus nach Hause. In Erwartung einer guten Koordination mit den Stämmen vor Ort, würde ich mir eine Zukunftswerkstatt 2.0 vor dem Landeslager M-V nochmals wünschen. Ich denke noch mehr Pfadfinder*innen ist diese Innovationsschmiede und die Zukunft in ihren Stämmen wichtig.

Gut Pfad Toli