Die Pfadi-WG oder: endlich richtige Pfadis in der VCP-Bundeszentrale

In der Bundeszentrale in Kassel arbeiten natürlich auch VCPerinnen und VCPer, aber in erster Linie ja doch „Büropfadis“. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass fast eine Woche lang eine richtige Pfadi-WG aus Hessen bei uns eingezogen ist.

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Zur Pfadi-WG gehören:

  • Jan „jawo“ Pfalzgraf, 19 Jahre alt, macht gerade sein FSJ im Landesbüro des VCP Hessen.
  • Nils Berkey, 23 Jahre alt, studiert Politikwissenschaft und Geschichte in Kassel.
  • Matthias „atze“ Müller, 27 Jahre alt, aus Marburg.
  • Jeanette Rausch, 19 Jahre alt, ist im VCP Hessen die Regionssprecherin für Kurhessen.
  • Robin Günkel, 20 Jahre alt, studiert in Marburg Physik.
  • Johanna Mellin, 20 Jahre alt, studiert in Kassel Nanostrukturwissenschaften.

Im Laufe des Wochenendes werden noch einige weitere Pfadis an der Aktion teilnehmen.

Becci und Diane von der anp-Redaktion haben sich mit der Pfadi-WG unterhalten.

Was ist denn eigentlich eine Pfadi-WG?

Jeanette: Das ist eine Veranstaltung für Ranger/Rover. Wir leben in einer WG zusammen – ähnlich wie in einer normalen WG. Dort ist man nicht die ganze Zeit zusammen, weil man das in einer WG ja auch nicht ist, man geht zur Schule, studiert oder arbeitet. Aber wir kochen zusammen und gehen auch mal raus und unternehmen etwas gemeinsam.

Also ist man ziemlich frei. Und welche Pflichten hat man?

Jeanette: Auch wie in einer normalen WG: Jeder bezahlt, was er isst, die Hausarbeit wird aufgeteilt und, ganz wichtig: Jeder braucht einen Schlüssel. Sonst kann es schon mal passieren, dass man die halbe Nacht draußen verbringen muss.

Welche Erwartungen habt ihr hier an die Pfadi-WG?

Robin: Wir möchten Leute vernetzen. Viele von uns kommen aus Osthessen und wir möchten uns etwas nach Norden orientieren.

Jeanette: Wir haben auch das Vortreffen für unser Regionslager hier. Vielleicht können wir da Projekte entwickeln.

Nils: Wir treffen uns hier auch noch mit anderen Pfadis, gestern war einer von der DPSG da, am Sonntag kommen zwei BdPer.

Johanna: Das wichtigste ist wirklich, hier die Leute zu vernetzen. Wir können einfach mal schauen, ob man dann vielleicht auch einen Stamm aufbauen kann.

Jeanette: Ja, das wäre optimal. Zunächst wäre es ja schon schön, wenn wir uns an den Kasseler Stamm hier, die Goten ein bisschen annähern könnten. Die machen nun schon eine andere Pfadi-Arbeit als wir sie so kennen, aber wir werden einfach schauen, was möglich ist.

Atze: Ich empfehle ja das Erfolgsmodell aus Marburg: der Pfadi-Stammtisch. Da sind auch viele für das Land wichtige Entscheidungen gefällt worden.

anp: Ein Stammtisch wäre ja schon ein guter Anfang. Man kann sich ja erst einmal treffen, um sich kennenzulernen und was zu unternehmen. Wenn man dann auch noch Lust hat, Pfadiarbeit zu machen und einen Stamm zu gründen, umso besser.

Robin: Ja, das wäre gut. Wir müssten mitbekommen, wenn Leute zum Studieren nach Kassel ziehen. Auf der Landesebene bekommt man das eher mit. Die Leute melden sich nicht in der Bundeszentrale um, wenn sie zum Studieren weggehen. Dadurch wird es dann schwer, sie zu erreichen.

Jeanette: Deswegen ist es ja wichtig, dass wir uns hier kennenlernen und vernetzen und Kontakt zu den Stämmen in der Gegend aufbauen. Wir sind zu wenige, die auch wirklich in Kassel leben und z.B. Gruppenstunden anbieten könnten. Da wäre es gut, wenn man jemand bitten könnte, mal einzuspringen.

Wenn ihr am Montag die Bundeszentrale verlasst – was wäre euer Wunsch?

Jeanette: Wir hoffen, dass wir uns dann gut an die Goten und andere Stämme annähern konnten und vielleicht eine genauere Vorstellung von einer Stammesgründung hier in Kassel haben. Außerdem wollen wir natürlich auf ein paar Tage mit tollen Erlebnissen zurückblicken.

Nachtrag

Die Pfadi-WG war am Wochenende noch sehr gut besucht und alle hatten viel Spaß. Mittlerweile wurde durch Nils ein Pfadi-Stammtisch für die Kasseler ins Leben gerufen und der Kontakt zu den Goten steht auch. Die BdPer haben sogar zu ihrer Singerunde eingeladen, vielleicht trifft man sich also in Zukunft auch häufiger.