Der VCP in 45 Jahren – Allzeit bereit in die Zukunft!

von Johannes Malinowski

Der VCP wird 45. Glückwunsch! Nicht nur die richtige Zeit, zurückzublicken, sondern auch, um einen vorsichtigen Blick in die Zukunft zu wagen.

Wie sieht der Pfadi-Alltag in 45 Jahren, also 2063 aus? Hajks per Taxi-Drohne? Keine Gruppenstunden mehr, zu denen man sich wöchentlich in den Stammesräumen trifft, sondern große Google-Hangouts mit Hologrammen im Raum? Natürlich nicht.

Die Digitalisierung hat auch den Pfadi-Alltag in den letzten Jahren verändert. Und wir können uns sicher sein: das war es noch nicht – Gott sei Dank. Pfadfinder*in zu sein heißt nicht, jegliche moderne Technik zu verteufeln. Es kommt darauf an, sie im richtigen Maße angemessen einzusetzen.

„Hinterlasst die Welt ein Stückchen besser, als ihr sie vorgefunden habt“, gab uns Baden-Powell mit auf den Weg. Und das ist in der Zukunft vielleicht wichtiger denn je. Wie wohl in keiner Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg ist es schon aktuell wichtig, sich für ein Miteinander in der Gesellschaft einzusetzen. Negativ-Prognose: In Zukunft werden wir so sehr mit Intoleranz, Rassismus und Hass konfrontiert sein wie noch nie. So sieht es auch mit unserer Umwelt aus. Wir Pfadis verbringen viel Zeit in der Natur. Bewahrung der Schöpfung klingt altbacken, aber auch in 45 Jahren wird es Menschen und Institutionen geben, die unnötig Wälder roden, um Rohstoffe zu fördern, die unsere Meere verschmutzen und unsere Luft verpesten. Hier sind wir gefragt!

Die Zukunft ist also nicht nur vom technischen Fortschritt, sondern auch von moralischen Fragen geprägt. Als Pfadfinder*innen tragen wir hier besondere Verantwortung. Und wer weiß: vielleicht haben wir in 45 Jahren ja auch eine neue Bundesleitung.