Keep cool – oder können wir das Klima retten?

Kühl zu bleiben ist bei den aktuellen Temperaturen in Stuttgart nicht ganz leicht.

Rund 40 Jugendliche kamen am Donnerstagabend zum Planspiel „Keep cool“, das der VCP Württemberg vorbereitet hat.

Das Ziel, das die Spielerinnen und Spieler haben, ist allerdings ein größeres: die Klimakatastrophe zu verhindern.

Endlich mal ein Ölscheich sein

Die Regeln werden vorgestellt und dann werden die Jugendlichen in Ländergruppen eingeteilt. Es gibt Industrienationen, die OPEC (Öl produzierenden) Staaten, Schwellenländer und Entwicklungsländer. Sie alle sollen sich einigen und Strategien für die Rettung des Weltklimas entwickeln.

Und als ob das nicht schon schwer genug ist, so hat jede Ländergruppe natürlich noch ein paar eigene politische Ziele, wirtschaftliche Wünsche, Ideen, wie sie umzusetzen sind und ein paar Verpflichtungen… die Rüstungsindustrie will ja nun auch nicht darben.

In vier verschiedenen Phasen versuchen die Ländergruppen gemeinsam, sich dem großen Ziel anzunähern – natürlich ohne die eigene Interessen aus den Augen zu verlieren.

Jetzt ist alles anders

Und dann – gerade als ein Durchbruch in Reichweite ist, passiert es: Ein tropischer Wirbelsturm bringt alles zum Erliegen. Die Brennstäbe in einem Kernkraftwerk explodieren. Was nun? Die Auswirkungen spüren nicht nur die akut betroffenen Länder, die (nicht nur) wirtschaftlichen Folgen treffen noch mehr Länder. Und nun? Jetzt muss neu überlegt und verhandelt werden. Diese „Ereignisse“ können alles verändern. Wie wir aus dem täglichen Leben wissen.

Lernen, Strategien zu entwickeln

Der pädagogische Sinn solcher Planspiele ist weniger, Jugendliche in die Rolle von Politikerinnen und Politiker zu versetzen, als sie … „spielerisch“ – beliebtes Wort der pfadfinderischen Pädagogik – mit den Zusammenhängen der globalen Wirtschafts- und Weltpolitik vertraut zu machen.

Vor allem, so betont das Spielleitungsteam, lernen Jugendliche so zu verhandeln, zu diskutieren und Kompromisse zu finden. Ob der VCP dieses Planspiel vielleicht mal im Schloss Elmau, in Brüssel oder Straßburg anbieten sollte?