Müll ist ein Rohstoff! Das Entsorgungskonzept auf dem Bundeslager

Müll verändert sich im Laufe der Zeit verändert .Vor der Industrialisierung fielen überwiegend biologisch abbaubare Abfälle an, die verbrannt oder kompostiert werden konnten. Das veränderte sich mit der aufkommenden Industrialisierung dramatisch. Immer mehr Produkte und Werkstoffe entstanden und dabei auch Abfälle. was zu mehr Abfällen führte, die nicht einfach kompostierbar oder brennbar sind. Bei der Herstellung von Stahl fallen beispielsweise Metalle, Säuren, Laugen und Fette an. Die aufkommende Erdölindustrie und die damit verbundene Petrochemie bescheren der Menschheit – bis heute – eine unglaubliche Vielfalt an Werkstoffen und Materialien, die wir im weitesten Sinne als Plastik oder Synthetik bezeichnen können. Durch geschickte Kombination der verschiedenen Werkstoffe mit unterschiedlichsten Eigenschaften wurden und werden immer neue Werkstoffe entwickelt. Viele Produkte, die wir in unserem Alltag ganz selbstverständlich benutzen, bestehen aus Werkstoffen, die so nicht in der Natur vorkommen.

Aber alle Werkstoffe haben ihren Ursprung als Rohstoff an irgendeiner Stelle in der Natur und werden während der Verarbeitung zunehmend denaturiert, also von der Natur entfremdet. Aus Erz wird Eisen, aus Eisen wird Stahl, aus Erdöl wird Benzin, Diesel und Plastik oder GoreTex usw.

So entnehmen wir der Erde Rohstoffe, konzentrieren und veredeln sie, verwenden sie und werfen sie nach Gebrauch weg. So beuten wir die Erde immer weiter aus. Wir entnehmen Rohstoffe und belasten sie mit immer mehr nicht natürlichen Stoffen. Genau so vielfältig wie die Werkstoffe sind damit auch die Abfälle.

Das Bevölkerungswachstum führt dazu, dass auch die Abfallberge exponentiell wachsen

Bis in die 1970er Jahre wurden Abfälle kaum beachtet bzw. als notwendiges Übel in Kauf genommen. Erst in dieser Zeit wurde Müll als Problem wahrgenommen und langsam setzte ein Umdenken ein.

In unserem Abfall sind noch jede Menge Werkstoffe enthalten, die zurückgewonnen, aufbereitet und wieder verwendet werden können. Auch wenn die Produkte veraltet, kaputt oder unbrauchbar sind, können die Werkstoffe, aus denen sie bestehen, wiederverwendet werden: Metalle und Glas können wieder eingeschmolzen werden, Papier kann recycelt werden, Plastik kann weiterverwertet werden…

Heute begreifen wir Müll als Werkstoff, als Wertstoff und als Rohstoff

Damit die einzelnen Werkstoffe aber weiterverwendet und weiterverwertet werden können, müssen wir sie sorgfältig trennen. Und damit sind wir auf dem Bundeslager: Hier unterscheiden wir folgende Müllsorten:

  • Papier/Pappe
  • Gelber Sack (Verpackungen)
  • Glas
  • Küchen- und Speisereste
  • Restmüll

Es gibt aber auch Müllsorten, die wir auf dem Bundeslager nicht brauchen und nicht haben wollen:

  • Elektroschrott (Kaputte Handys, Taschenlampen, …)
  • Sperrmüll (Sofas, Möbel, Fahrräder, Handwagen…)
  • Farben, Lacke, Säuren, Laugen

Solche Dinge können besser zu Hause über den Wertstoffhof entsorgt werden. Bitte nehmt sie also wieder mit nach Hause.