VCP-SocialMedia Leitfaden

Social-Media-Leitfaden (PDF-Format)

Leitfaden für die Kommunikation in SocialMedia-Kanälen für Mitarbeiter*innen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e.V.

Für die meisten von uns sind Facebook, Instagram, Twitter und andere soziale Netzwerke (Social Media) inzwischen ein natürlicher Bestandteil des Lebens und der alltäglichen Kommunikation mit Freund*innen und Bekannten.

Im Rahmen der Jugendarbeit findet die Kommunikation dabei zu einem großen Teil öffentlich statt. Wie alle sozialen Netzwerke bietet Facebook zwar die Möglichkeit, Seiten und Gruppen für „Nicht-Fans“ zu sperren und Inhalte sowie Akteur*innen somit vor öffentlichem Zugriff zu schützen – diese Möglichkeit wird allerdings selten genutzt. Häufig, weil man sich mit einer öffentlichen Seite/Gruppe als Gruppe oder Stamm sehr schnell und einfach präsentieren kann und hier natürlich niemanden ausschließen möchte.

Die aktive Nutzung von Social Media bietet viele Chancen – birgt jedoch auch Risiken, sowohl für die Einzelperson als auch für uns als Jugendverband. Aus diesem Grund hat sich der VCP entschlossen, seinen Mitgliedern einige Regeln und Empfehlungen für die Nutzung von Social Media an die Hand zu geben. Die nachfolgenden Punkte sind dabei kein „strafbewehrtes Gesetzeswerk“, sondern ein Leitfaden, der dich in deiner täglichen Arbeit und dem Umgang mit anderen unterstützen soll.

Verantwortung

Du bist für das, was du in Social Media tust oder veröffentlichst, selbst verantwortlich. Sei dir dieser Verantwortung in deinem eigenen und im Interesse des VCPs stets bewusst.

Persönlichkeit

Wenn du dich in einer VCP-Funktion oder im VCP-Auftrag in sozialen Netzwerken äußerst, mach deutlich, dass du deine persönliche Meinung vertrittst und nicht für den ganzen VCP sprichst. Verwende daher immer Formulierungen mit „ich“ statt mit „wir“.

Transparenz

In sozialen Netzwerken zählt der Beitrag der einzelnen Person. Die Leser*in muss also immer die Möglichkeit haben, einzelne Posts auch klar einer Person zuzuordnen. Für das Publikum ist es angenehmer und hilfreicher, wenn es Klarheit über die Identität der Verfasser*in hat. Fahrten- oder Spitznamen sollten demnach nicht verwendet werden.

Mehrwert

Wie in anderen Medien wird auch in sozialen Netzwerken viel redundantes und nutzloses Wissen produziert sowie reproduziert. Frag dich also am besten vor der Veröffentlichung eines eigenen Beitrags, ob er dem Publikum einen wirklichen Mehrwert bietet. Falls nicht, sei so höflich und verschone es damit.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Sei dir bewusst, dass auch soziale Netzwerke kein rechtsfreier Raum sind und Gesetze sowie Regeln, die du im „echten“ Pfadi-Leben als selbstverständlich betrachtest, auch in digitalen Kanälen gelten. Im pfadfinderischen Kontext besteht hier im Bereich des Jugendschutzes eine besondere Sorgfaltspflicht!

Urheberrecht

Ein wichtiger Punkt bei der Nutzung aller digitalen Medien ist die Beachtung des Urheberrechts. Nie war es so leicht, vorhandene Inhalte zu kopieren und für eigene Zwecke „zu entleihen“. Das ist nach dem Urheberrecht nicht erlaubt. Verwende daher niemals Materialien oder Zitate aus Quellen, bei denen du dir nicht vollkommen sicher bist, dass du dazu berechtigt bist. Lade Bilder oder Videos nur hoch, wenn du die Zustimmung von den Fotograf*innen und Filmer*innen besitzt. Wenn du fremdes Material verwendest oder zitierst, gib immer deine Quelle an.

Verhaltenskodex

Die Pfadfinder*innenregeln, der Verhaltenskodex der Pfadfinder*innen, bieten auch in sozialen Netzwerken eine sehr gute Leitlinie für den Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt.

Private Nutzung vs. pfadfinderische Nutzung

Soziale Netzwerke bringen es mit sich, dass sich die private und die pfadfinderische Nutzung häufig überschneiden. Sei dir dabei immer bewusst, dass deine Posts öffentlich sind und auch von anderen Pfadfinder*innen, Eltern, Gruppenkindern etc. gesehen werden können.

Privatsphäre und Sicherheit

Achte auf deine eigene Sicherheit in sozialen Netzwerken und informiere dich über die Möglichkeiten, deine Profil-Einstellungen so anzupassen, dass deine Daten entsprechend geschützt sind. Sei aufmerksam und hilf anderen ggf. mit deinem Wissen weiter.

Öffentlichkeit

Auch Journalist*innen und Mitarbeitende öffentlicher Stellen sind in sozialen Netzwerken vertreten und nutzen diese für Recherchen. Wirst du über diese Kanäle kontaktiert, so gibt es auch hier – wie im „echten“ Leben – die Möglichkeit, dein Landesbüro oder die Bundeszentrale um Unterstützung zu bitten. Scheue dich bitte nicht, recherchierende Redakteur*innen und Journalist*innen etc. direkt auf dein Landesbüro oder die Bundeszentrale zu verweisen.

Besonnenheit

Denk immer daran, dass deine Beiträge öffentlich sind und dass sie das unter Umständen für sehr lange Zeit bleiben. Bewahre daher auch bei hitzigen und kontroversen Debatten einen kühlen Kopf und lass dich zu nichts hinreißen. Reagiere nicht impulsiv, auch wenn du dich im Recht siehst. Argumentiere immer sachlich, respektvoll und niemals beleidigend.

Verhalten in Sitzungen

Die Nutzung von Social Media darf und soll den Sitzungsverlauf nicht stören. Inhalte aus nicht öffentlichen Sitzungen oder Tagesordnungspunkten – beispielsweise einer Personaldebatte – bleiben in der Versammlung: haben also auch in sozialen Netzwerken nichts zu suchen.

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