Partnership Event 2017

von Anika Engelmann

Hallöchen!
Ich, Anika, bin seit einiger Zeit in der Fachgruppe Afrika, die sich für einen engeren Kontakt und Austausch mit verschiedenen afrikanischen Ländern, vor allem mit Simbabwe einsetzt. Da ich noch nicht so lange dabei bin und auf internationaler Ebene noch nicht wirklich aktiv war, nutzte ich die Gelegenheit, zum Partnerships Event zu fahren. Dort lernte ich mehr über internationale Partnerschaften und außerdem einen Teil meiner Fachgruppe einmal persönlich kennen.

Das Partnerships Event von WOSM fand am letzten Februarwochenende 2017 in Brüssel statt. Es ist einmal im Jahr und findet immer in einem anderen Land statt, nächstes Jahr dann in Dänemark. Eingeladen sind Menschen aus der ganzen Welt: dieses Jahr neben vielen europäischen Ländern auch einige aus Korea, Bangladesch, den Philippinen, Malaysia und Taiwan, da der Schwerpunkt dieses Jahr auf der Asian-Pacific-Region lag. Außerdem waren noch zwei Teilnehmerinnen aus Ghana und Nhamo aus Zimbabwe da, was für mich sehr cool war, da wir, die Fachgruppe Afrika, eine Partnerschaft mit Zimbabwe haben und Nhamo schon sehr lange einer der Hauptkontaktpartner ist. Ihn persönlich zu treffen war deswegen eine tolle Erfahrung für mich.

Aber was ist denn dieses Partnerships Event jetzt eigentlich? Das habe ich mich auf jeden Fall gefragt, als ich mich Freitagnachmittag sehr müde, da ich an dem Tag noch meine letzte Uniprüfung hatte, und mit rauchendem Kopf auf den Weg nach Brüssel machte. Ich kam dann jedenfalls viel zu spät an (ca. 23:00 Uhr) und war in der Jugendherberge erstmal etwas überfordert von der bunten Mischung Pfadfinder, die ich dort sah. Die Stimmung war sehr gut, aber ich war einfach sehr verwirrt und wusste nicht wirklich, an wen ich mich wenden sollte.

Glücklicherweise sind die meisten Pfadis ja sehr nette Menschen und ich wurde an die Organisatoren weitergeleitet. Nach einer kurzen Zusammenfassung, was ich verpasst hatte und wo mein Zimmer ist, bin ich dann auch erstmal todmüde ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag ging es für mich dann quasi erst richtig los. Nach einem Vortrag über SDGs (Sustainable Development Goals aus der Agenda 2030) gab es verschiedene Workshops. Ich hatte vormittags einen über Leaving a Legacy, also wie man eine Partnerschaft zu einem positiven Erlebnis macht, das in guter Erinnerung bleibt und aus dem die Teilnehmenden, aber auch die Menschen drumherum etwas lernen, und wie man die SDGS in Partnerships umsetzen kann. Nachmittags ging es für mich weiter mit einem Workshop zum Thema Unguvu. Unguvu ist ein Partnerschaftsprojekt zwischen europäischen und afrikanischen Pfadfinderverbänden, an dem auch der VCP gemeinsam mit Pfadfindern aus Simbabwe teilnimmt.

 

Außerdem hatten wir Samstag- und Sonntagnachmittag noch jeweils eine Einheit in Kleingruppen, in denen wir uns mit selbst ausgesuchten Themen beschäftigen sollten. Unser Thema war, wie man Kinder und Jugendliche schon von klein auf besser in Partnerschaften einbinden kann, sodass jeder auf seine Art etwas dazu beitragen kann und die Jugendlichen dann, wenn sie alt genug sind, vielleicht eigene Partnerschaften aufzubauen oder sich am Aufbau zu beteiligen, eine höhere Motivation und auch ein größeres Interesse daran haben. Samstagabend hatten wir dann einen internationalen Abend mit Tanz und Musik und viel viel Essen.

Sonntags gab es weitere Workshops, unter anderem einen über Scoutsurfing, das sind Kurzzeitaustausche oder Besuche von Pfadfindern in anderen Ländern, wenn man gerade sowieso vor Ort ist. Abends wurden noch die Asian-Pacific und die European Region vorgestellt und im Anschluss daran gab es einen belgischen Abend inklusive eigenständiger Suche des Restaurants. Dabei ist meine Gruppe leider verloren gegangen, da die Pfeile zum falschen Restaurant geführt haben und man vergessen hatte, uns das zu erzählen. Immerhin haben wir auf diese Weise einiges von Brüssel gesehen und haben endlich mal wieder etwas Bewegung und frische Luft bekommen, was auf dem Wochenende etwas zu kurz kam.

Montags präsentierten wir dann, was wir in unseren Kleingruppen erarbeitet hatten und dann ging es auch schon nach Hause.
Es war ein wirklich interessantes Wochenende und der internationale Austausch hat mir sehr gut gefallen, vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr in Dänemark!