Die Zukunft liegt in den Händen der Jugend! – Kooperation mit der Karlshochschule

Gestern hat Natascha Sonnenberg (Schatzmeisterin) gemeinsam mit dem Präsidenten der Karlshochschule Prof. Dr. Michael Zerr eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem VCP und der Karlshochschule unterschrieben. Das Ziel der Kooperation ist es durch gemeinsame Angebote junge Menschen dazu zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und sich in unsere Gesellschaft für eine friedlichere, nachhaltigere und demokratischere Welt einzubringen.

Was ist dabei das konkrete Ziel der Zusammenarbeit?

Der VCP und die „Karls“ möchten mit ihren gemeinsamen Angeboten gezielt Kompetenzen und Stärken zusammenbringen und diese in neue Projekte und Formate der Zusammenarbeit einbringen. Konkret bedeutet das, dass zum Beispiel Expert*innen aus der Karls oder des VCP als Referent*innen für Schulungen oder Workshops des jeweils anderen Partners ohne weitere Kosten angefragt werden können. Ebenso sind gemeinsame (oder auch selbstverantwortete und für die Partner geöffnete) Themenwochen, Workshops und Module in der Jugendarbeit geplant. Die zugrundeliegende Idee ist es, einen möglichst bunten und vielfältigen Teilnehmendenkreis zu gewinnen, um so einen breiten, vielseitigen Austausch anzuregen.

Darüber hinaus möchten der VCP und die Karlshochschule über das „VCP-Stipendium“ jungen Pfadfinder*innen, die sich in besonderer Weise für ihre Gesellschaft einsetzen, eine spezielle Bildungschance ermöglichen – und zwar kostenlos. Sie sollen zu „Gesellschaftsbeweger*innen“ ausgebildet werden, die die Welt ein „bisschen besser zurücklassen als sie sie vorgefunden haben“ (Lord Robert Baden-Powell). Dafür braucht es junge Menschen, die zur Lösung von komplexen und vielfältigen globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverteilung oder soziale Gerechtigkeit beitragen. Das gemeinsame Anliegen ist es, jungen Menschen genau diese Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, um sie und auch ihre berufliche Perspektive bereichern zu können. Dies ist auch im Sinne des evangelischen Hochschulbeirats: „Das Studium soll eine Grundlage für das lebenslange Lernen schaffen, Berufschancen eröffnen und über die akademische Professionalisierung [der*] des Einzelnen zu einer auf Bildung und Wissenschaft beruhenden Gesellschaftsentwicklung beitragen“ (EKD-Texte 105, 2009, Den Bildungsauftrag wahrnehmen – Evangelische Perspektiven zur Situation der Hochschulen in Deutschland).

Doch wie wird das Stipendium finanziert?

Für das VCP-Stipendium entstehen dem VCP keine Kosten. Ein Vollstipendium wird dem VCP von der Merkur Hochschulstiftung kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei Teilstipendien werden die Kosten zu 50% von der Karlshochschule und zu 50% von den VCP-Stipendiat*innen selbst übernommen. Die Hochschule bietet außerdem durch Jobs als wissenschaftliche Hilfskräfte eine weitere Möglichkeit der Mitfinanzierung des Studiums oder unterstützt auch bei der Vermittlung von Jobs außerhalb der Hochschule.

Wie ist es eigentlich zu der Kooperation gekommen?

Die Karlshochschule International University ist seit 2018 Kooperationspartnerin des VCP im universitären Bildungsbereich. Für den VCP ist es dabei wichtig mit der „Karls“ eine Hochschule gefunden zu haben, welche dem gesellschaftskritischen Anspruch unseres christlichen Verbandes gerecht wird: Die Ausbildung junger Menschen soll auf Augenhöhe geschehen und kritisches sowie gemeinwohlorientiertes Denken fördern. Der VCP und die Karlshochschule stimmen darin überein, dass es uns gemeinsam ein besonderes Anliegen ist, die Gesellschaft nachhaltiger, gerechter und inklusiver zu gestalten. Auf dieser gemeinsamen Grundlage haben Vertreter*innen der „Karls“ und des VCP bereits vor zwei Jahren zu ersten Austauschgesprächen zusammengefunden. Mittlerweile können wir uns die Zusammenarbeit auch ganz „offiziell“ vorstellen. Diese soll auf der nun vorliegenden Kooperationsvereinbarung basieren.

Und zu guter Letzt: Wodurch zeichnet sich die Karlshochschule aus?

Die Karlshochschule International University ist eine gemeinnützige, staatliche anerkannte Stiftungshochschule mit internationalem Profil. Angeboten werden englischsprachige Studiengänge im Bereich International Relations, Politics, Philosophy and Economics, International Business und Management. Nach ihrem Selbstverständnis zeichnet sich die Karlshochschule dadurch aus, dass Werte wie Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit, interkulturelles Lernen und Vielfalt besonders hochgehalten werden. Dabei stehen zeitgemäße und kreative Denk- und Lehransätze im Zentrum. Begleitet werden die Studierenden in ihrer Bildung und persönlichen Entwicklung dabei immer von Professor*innen und Dozent*innen als Mentor*innen. Und genau das soll den Kern der „Karls“ ausmachen: einen lebhaften interkulturellen und gesellschaftskritischen Dialog zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Kulturen ermöglichen und fördern.

Auch, wenn die „Karls“ eine private Hochschule ist, die selbstverständlich zum Großteil über die Studiengebühren ihrer Student*innen finanziert wird, ist die Karlshochschule als gemeinnützige, private Hochschule nicht auf Gewinn ausgerichtet. Im Gegenteil, sie ist sogar dazu verpflichtet, sämtliche Einnahmen in Bildung und den laufenden Betrieb zu investieren.