Mitreden. Mitentscheiden. Mittun. – die Ideen

Bis zum 31. Dezember 2020 konnten Vorschläge für mehr Partizipationsmöglichkeiten bei uns im VCP im Rahmen des Partizipationswettbewerb Mitreden. Mitentscheiden. Mittun. eingereicht werden. Das ist nun schon wieder eine ganze Weile her – und wir haben drei großartige Einreichungen erhalten!

Genau diese wollen wir euch hier kurz vorstellen:

Projekt Petitio

Von Lars Leckler (VCP RPS) & Henrik Arlt (VCP Nordrhein)

Wie der Name – Petitio, lat. Für Petition – es schon vermuten lässt, sollen mit diesem Projekt Petitionen bei uns im VCP möglich gemacht werden. So können die Mitglieder auf Stammes-/Siedlungs-/Orts- und Bezirks-/Gau-/Regionsebene in die Bundesebene mit einbezogen werden.

Dafür soll es eine Petitionswebsite auf Bundesebene geben, auf der sich jedes Mitglied mit seiner*ihrer Mitgliedsnummer einloggen kann. Auf dieser Seite können dann sowohl Petitionen anderer unterschrieben als auch selbst welche gestartet werden. Dafür soll es ein Formblatt geben, welches die Erstellung erleichtert. Die Petition wird dann redaktionell durch die Bundeszentrale und/oder Bundesleitung geprüft und freigegeben.

Nach diesem ersten Konzept müssen dann innerhalb von drei Monaten für ein Projekt 100 Unterschriften und für grundlegende Anliegen 300 Unterschriften gesammelt werden.

Wurden genügend Unterschriften gesammelt, muss sich der Bundesrat mit der Petition auseinandersetzen. Bei der nächsten Bundesversammlung muss der Bundesrat dann über den Stand der Petition berichten oder er stellt mit dem Inhalt dieser einen Antrag.

 

Planungszelle

Von Frederike Maus (VCP RPS)

Mit der Methode „Planungszelle“ können in bunt gemischten Gruppen Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Konkreter Vorschlag zum Testen der Methode ist die Partizipative Findung eines Bundeslieds. Ein Thema, welches bei uns ja immer wieder aktuell ist.

Wie funktioniert solch eine Planungszelle?
Die Planungszelle wird in Gruppen durchgeführt. Dabei wird die Zusammensetzung ausgelost, also per Zufall bestimmt. So erhält man gut durchmischte Gruppen. Außerdem arbeiten mehrere Gruppen nach gleichem Verfahren parallel, um eine noch breitere Meinung abzudecken. Die Gruppen erhalten dann einen bestimmten Arbeitsauftrag, in dem oben genannten Beispiel wäre das ein Input zum Bundeslied. Also was es schon für Lieder und Vorschläge gab, die Bedeutung und so weiter.

Die Gruppen erhalten bei ihrer Arbeit Unterstützung von einem*einer Moderator*in, die zum Thema schon etwas Grundwissen hat. Da gibt es bei und im Verband ja viele gut geeignete Menschen.

Die Ergebnisse der Gruppen werden dann gesammelt und zu einem „Gutachten“ zusammengestellt. Für das Bundeslied wäre das zum Beispiel ein Ranking der möglichen Lieder.
Erfahrungsgemäß kommen bei dieser Methode auch alle Gruppen auf ähnliche Lösungen.

Anbieten würde sich ein Test diese Methode auf dem Bundeslager, da hier Pfadfinder*innen aller Altersgruppen und Funktionen aus dem VCP zusammenkommen.

 

Beteiligungstool Mitgliederversammlung

Von Benedikt Reusch (VCP Hessen)

Die Idee hierbei ist es, dass Anträge für die verschiedenen Mitgliederversammlungen (also auf Bundes-, Landes- und vielleicht auch Gau-/Regions-/Bezirks- und Stammesebene) vorher schon für alle zur Verfügung stehen. Der Fokus dieser Idee liegt darauf, dass die Anträge dann im Vorhinein schon diskutiert werden und andere Vorschläge gemacht werden können. Dabei wird natürlich nicht sofort ein Änderungsantrag gestellt, aber die Vorschläge können schnell in einen solchen umgewandelt werden. Zugriff sollen nicht nur die Delegierten, sondern alle Mitglieder haben. So kann vorab schon mit vielen verschiedenen Pfadis* diskutiert werden und ein Meinungsbild entstehen, welches dann die Delegierten bei ihrer Entscheidung unterstützen kann. Diese Möglichkeit könnte also sowohl die Qualität der Diskussion als auch die der Entscheidung bei der Versammlung positiv beeinflussen.

Vorgeschlagene Tools hierfür sind Antragsgrün, Adhocracy+ und OPIN.

 

Mitreden. Mitentscheiden. Mittun.