Empfehlungen zur Corona-Pandemie für Stammes-, Landes-, und Bundesebene

Liebe Pfadfinder*innen,

die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie zeigt uns allzu deutlich, dass wir in diesen Wochen du Monaten wieder verstärkt gefragt sind, auf uns und andere acht zu geben. Die weiterhin gültigen Regelungen von Bund und Ländern appellieren an unsere Vernunft und sollen uns alle zu größerer Achtsamkeit auffordern. Da scheinbar vor allem die zwischenmenschlichen Kontakte dem Virus den Weg einfach machen, sollten auch wir weiterhin auf jeden Kontakt verzichten, der nicht zwingend notwendig ist.

Im Bundesvorstand haben wir daher beschlossen, den letzten Beschluss vom 15. Oktober dieses Jahres, auf alle Präsenzveranstaltungen der VCP-Bundesebene zu verzichten, bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern. Wir werden dann die Lage erneut bewerten und euch auf dem Laufenden halten. Alle Veranstaltungen werden bis dahin entsprechend ausschließlich digital stattfinden.

Auch den Ländern empfehlen wir, sich weiterhin intensiv mit den aktuellen und regionalen Entwicklungen auseinanderzusetzen und entsprechende Empfehlungen auszusprechen.

Diese Nachricht reiht sich nun leider in die vorwiegend negativ angehauchte Berichtserstattung ein: Wirtschaftliche Herausforderungen, Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen zu müssen, Kontaktverbote, persönliche und finanzielle Einschränkungen, traurige Schicksale usw.
Aber auch, wenn das ein Teil der Realität ist, so haben wir in den letzten Monaten lernen können, dass sich auch eine andere Seite präsentiert: An einigen Stellen lässt sich gesellschaftlich eine größere Achtsamkeit für die „Bedürftigeren“ feststellen, die Wertschätzung für Menschen in Pflegeberufen ist gestiegen, im Miteinander geben wir häufig besser aufeinander acht, wir erleben eine Vielfalt an kreativen Potentialen, Lernen und Fortschritt in der Digitalisierung, vielleicht auch persönliche Weiterentwicklung, Umdenken im Klimaschutz und vieles mehr…

Eure Arbeit und euer Engagement – allen Schwierigkeiten zum Trotz – lässt uns weiter hoffnungsvoll auf das schauen, was uns nach der Pandemie erwarten kann. Wir haben gelernt vieles neu zu denken und wertvolle Impulse für die Pfadfinder*innenarbeit sammeln können. Das alles wird dennoch nie das ersetzen, was uns allen momentan am meisten fehlt: Sich gegenüber zu sitzen/stehen/liegen, sich in die Augen zu schauen, miteinander zu lachen (ohne einen Bildschirm dazwischen zu haben), sich wieder in den Arm zu nehmen und alte wie neue Verbindungen zu pflegen. Auf all das freuen wir uns „wie Bolle“.

Lasst uns also gemeinsam an dieser Hoffnung festhalten und in einer weiteren gemeinsamen Kraftanstrengung auch die kommende Zeit wertvoll gestalten, auf dass wir dann bald auch wieder in gewohnte Bahnen zurückkehren können.

Nur gemeinsam können wir es schaffen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Dabei muss jede*r Einschränkungen und Unbequemlichkeiten hinnehmen. Wir sollten alle aufeinander achten; auch wenn es unbequem sein mag. Daher passt bitte weiterhin gut auf euch auf und bleibt gesund.

Gut Pfad, euer Bundesvorstand!

Natascha     Oliver      Neals