24. World Scout Jamboree 2019 in West Virginia

von Isabelle Bernstorff

Vom 22. Juli bis zum 2. August fand das 24. World Scout Jamboree in den Bergen von West Virginia in den USA statt. Insgesamt waren rund 1.300 deutsche Pfadfinder*innen mehr als 3 Wochen lang in den USA und Kanada unterwegs und haben eine unglaubliche Zeit verbracht.

Aber ganz von vorne. Was ist das überhaupt, ein Jamboree? Jamboree bedeutet das friedliche Zusammentreffen aller Stämme. Bei den Pfadfinder*innen ist das also ein Lager, auf dem sich Pfadfinder*innen aus aller Welt treffen, ein Weltpfadfinder*innentreffen sozusagen. Friedliches Zusammentreffen aller Stämme bedeutet auch, sich zum Austausch zu treffen, neue Menschen und fremde Kulturen kennenzulernen und gegenseitiges Verständnis für die verschiedenen Kulturen zu schaffen.

Beim 24. World Scout Jamboree in West Virginia war das Entdecken und Kennenlernen gleich dem Motto: Unlock a New World (frei übersetzt: Entdecke eine neue Welt). Und es gab auch viel zu entdecken. Nicht nur fand das Jamboree in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent statt, für die deutschen Pfadis standen auch Erkundungstouren in Washington D. C. (der Hauptstadt der Vereinigten Staaten) oder New York auf dem Programm. Bei Aufenthalten in Kanadischen Pfadfinder*innencamps und bei einem typisch amerikanischen Lagerfeuerabend lernten die Teilnehmenden amerikanische und kanadische Pfadibräuche kennen. Letzteres fand beim gemeinsamen Vorlager des deutschen Kontingents auf dem Lagerplatz der amerikanischen Pfadfinder*innen in Goshen (im Bundestaat Virginia) statt.

Aber noch viel mehr entdeckten die Teilnehmenden aus Deutschland auf dem Jamboree selbst. Mehr als 45.000 Pfadis aus über 150 Ländern und Regionen der Welt kamen für das Jamboree auf dem „Summit Bechtel Reserve“ im Bundestaat West Virginia zusammen. Das muss man sich erst mal vorstellen: 45.000 Pfadfinder*innen! Da stand natürlich ganz viel Entdecken auf dem Programm. Zum Beispiel im World Point, einem Bereich, in dem viele Kontingente sich mit einer kleinen Ausstellung präsentierten. Oft konnte man etwas basteln oder spielen und es boten sich viele Möglichkeiten, um in Gesprächen andere Pfadfinder*innenkulturen kennenzulernen. Das absolute Highlight war der Cultural Exchange Day – sozusagen der Feiertag der Kulturen. Der Cultural Exchange Day ist eine Mischung aus einem Tag der offenen Töpfe, einem Programm, bei dem Gruppen zum Beispiel Tänze vorführen, und abends gibt es eine große Bühnenshow. Dieser Tag ist die perfekte Gelegenheit, neue Dinge zu probieren, mit anderen in Austausch zu kommen, neue Freunde*Freundinnen zu finden und neue Welten kennenzulernen.

Austausch passierte auch ganz nebenbei bei den verschiedenen anderen Programmangeboten. Das 24. World Scout Jamboree war ein actiongeladenes Jamboree: Auf kilometerlangen Ziplines konnte man quer über den riesigen Lagerplatz sausen. Wer mutig war, konnte sich beim Tauchen ausprobieren oder beim Klettern austoben, auf Mountainbikes durch einen Parkour fahren, mit dem Kanu paddeln und sich von riesigen Stand-UpPaddleboards ins Wasser werfen. Bei gemeinsamen Abenden im Subcamp war man nie alleine, überall traf man neue Menschen, lernte Pfadis aus der ganzen Welt kennen und fand neue Freunde*Freundinnen.

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#doppelmoral – Wie cool ist Pfadfinden zwischen F4F und WSJ?