Am besten ohne Handy

Tipps vom ehemaligen und vom neuen Bundesgeschäftsführer des VCP
Das Interview führte Sören Bröcker

Am 1. April hat der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder einen neuen Bundesgeschäftsführer. Carsten Schramm aus Kassel übernimmt die Leitung der Bundeszentrale und wird damit Nachfolger von Heiko Meserle, der in ein Sabbatjahr geht. Carsten war zuvor unter anderem Geschäftsführer in einer Einrichtung des Blauen Kreuzes, liebt Bücher und fährt fast immer mit dem Fahrrad zur Arbeit.

anp: Heiko, welchen Tipp kannst du Carsten für sein neues Amt als Bundesgeschäftsführer mitgeben?

Heiko: Ein Tipp ist, dass man sich auf ganz viele sehr nette, aber durchaus auch herausfordernde Menschen einstellen kann und darf. Und wenn man das schafft, hat man schon einmal 90% dessen, was man hier als Geschäftsführer braucht.

anp: Carsten, du kommst aus einem Sabbatjahr und Heiko geht nun in eine solche Auszeit. Was kannst du ihm empfehlen?

Carsten: Ich empfehle ihm, die Natur zu genießen. Das habe ich gemacht. Sich Zeit zu nehmen, in sich selbst reinzuhören und zu gucken, was einem guttut und alles andere einmal auszublenden.

anp: Also auch das Handy aus­ machen und nicht erreichbar sein für irgendjemanden?

Carsten: Keines haben ist am besten.

anp: Heiko, du warst ja auch auf v­ielen Veranstaltungen dabei. Jetzt ist Carsten als Geschäftsführer auch immer wieder mal unterwegs. Auf welches Event darf er sich besonders freuen? Was ist das „Schmankerl“ als Geschäftsführer?

Heiko: Als Geschäftsführer selber konnte ich am Bundeslager 2017 leider nicht teilnehmen, habe aber sehr viel Positives davon gehört. Wenn man ein Bundeslager mitmachen kann, was ich Carsten empfehle, dann ist das natürlich gerade auf Bundesebene, die oft von den Stämmen relativ weit entfernt ist, das große Event, um die Vielfalt des Verbandes intensiv kennenzulernen. Deswegen ist sicher das Bundeslager das Highlight.

anp: Carsten, wann hast du ­ eigentlich das erste Mal von Pfadfinder*innen gehört? Und verkaufen wir nur Kekse oder was war dein erster Eindruck?

Carsten: Um ehrlich zu sein, kannte ich Pfadfinden in Deutschland vorher gar nicht, sondern eher aus amerikanischen Spielfilmen, wo solche mal drin vorkamen. Direkt habe ich mich tatsächlich vor meiner Bewerbung darüber informiert und war positiv überrascht, dass es in einem so professionellen Setting aufgestellt ist.

anp: Vielen Dank ihr Lieben!

Heiko Meserle übergibt den „Schlüssel der Bundeszentrale“ an Carsten Schramm.
Foto: Sören Bröcker

 

Ein Abschiedsinterview mit Heiko gibt es auch im VCP-Podcast

Probieren geht über studieren