Das ist ja voll öko!

Ist heute cool, wer auf seinen ökologischen Fußabdruck achtet?

von Lilli Burlafinger

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich früher in der Oberstufe als Ökotante bezeichnet wurde, bloß, weil ich im Sommer nie ohne meine geliebten Birkenstocks das Haus verließ. Nur wenige Jahre später findet man sie in allen Formen und Farben in den Schuhgeschäften. Aus den „Öko-Schuhen“ wurde ein Modetrend. Diese Beobachtung ist nur eine von vielen Veränderungen, die sich in den letzten Jahren vollzogen haben: Heute ist beispielsweise uncool, wer mit dem Auto durch die Straßen cruist. Cool ist, wer sich auf den Drahtesel schwingt oder den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzt.

Das Umweltbewusstsein der Menschen hat sich verändert. Auf der einen Seite stehen die, die sich nicht für die Umwelt interessieren und ihren gewohnten Lebensstil fortführen, sei sei es mit Fliegen oder Fleischkonsum. Demgegenüber steht eine immer größer werdende Bewegung, die sich engagiert: Stopp! Das ist unsere Welt und es gibt keinen Planeten B, wir müssen etwas tun. Ich vergleiche diese „Rebellion“ gerne mit dem Rock’n Roll.

Früher haben die Jugendlichen mit Rock’n Roll gegen die Gesellschaftszwänge rebelliert, heute sind es die Fridays for Future.

Leider denken jedoch noch viele Menschen, dass ein nachhaltiger Lebensstil nicht umsetzbar ist. Doch schon beim Haarshampookauf kann der Öko-Lifestyle beginnen: Statt eines konventionellen Shampoos kann man eine naturkosmetische Haarseife verwenden. Eine feste Haarseife hat gleich mehrere Vorteile: keine Verpackung, keine chemischen Inhaltsstoffe, reicht für bis zu 80 Haarwäschen und das Beste ist: ihr könnt sie in die Tasche packen und sie läuft nicht aus! Aber das ist nur eine von vielen Möglichkeiten, um sich der coolen Öko-Gesellschaft anzuschließen. Es geht beim Öko-Lifestyle auch nicht darum, perfekt nachhaltig und nach Zero Waste (möglichst wenig Abfall produzieren) zu leben. Jede*r soll ihren*seinen Teil im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu einem nachhaltigeren Leben beitragen.

Es geht beim Öko-Lifestyle auch nicht darum, perfekt nachhaltig und nach Zero Waste (möglichst wenig Abfall produzieren) zu leben. Jede*r soll ihren*seinen Teil im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu einem nachhaltigeren Leben beitragen. Der Begriff Ökologie beschreibt die Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt. Bei einem ökologischen Lebensstil geht es darum, seine Ressourcen nachhaltig zu nutzen und im Einklang mit Natur und Tier zu leben. Auch in den sozialen Medien wie Instagram gibt es immer mehr Blogger*innen, die Tipps für einen nachhaltigen Alltag geben. Wie stehen wir Pfadfinder*innen mit unserem ökologischen Fußabdruck da, wenn wir auf Fahrt und Lager sind? Sind wir schon cool oder essen wir immer noch zu viel Fleisch? Sollten wir jetzt alle Veganer*innen werden? Nein. Keine*r muss Veganer*in werden, um einen ökologischeren Lifestyle zu führen. Wie wäre es, wenn auf dem nächsten Lager einfach nur die Hälfte an Fleischgerichten gekocht wird, aber dafür mit Fleisch vom regionalen Metzger? Hier würdet ihr als Pfadfinder*innen schon einen großen Teil beitragen und die Welt ein Stückchen besser hinterlassen, als ihr sie vorgefunden habt.

Auch im privaten Alltag kann man schnell zum Umweltschutz beitragen. Macht ihr euch Gedanken über die Kleidung, die ihr tragt? Ist es immer nötig, neue Kleidung im Geschäft zu kaufen? Besucht doch mal einen Flohmarkt, einen Secondhandladen oder geht zu einer Kleidertauschparty
(selbst veranstalten geht natürlich auch). Ihr werdet merken, dass sich so manche Schätze für euren Kleiderschrank finden lassen und ihr der Umwelt und eurem Geldbeutel etwas Gutes tut.

Also legt los, werdet auch ihr ein cooler Öko und steckt andere damit an!