Von irrsinnigen Läufen … und irrsinniger Wanderlust

von Birthe Bröcker

Bist du schon einmal 25 Kilometer oder sogar 50 Kilometer an einem Tag gewandert? Das hört sich nicht nur lang an, sondern ist auch wirklich lang!

Doch so eine Strecke ist nichts gegen Herausforderungen, denen sich Menschen rund um den Globus stellen. So weit laufen, wie die Füße einen tragen können und die eigenen Grenzen austesten, das ist der Reiz.

In den USA gibt es zum Beispiel zwei echt irrsinnige Läufe: den Barkley Marathon und den Badwater Ultramarathon.

Beim Barkley Marathon in Tennessee müssen die Teilnehmer*innen querfeldein ungefähr 100 Meilen (160 km) mit insgesamt 16.500 Höhenmetern aufgeteilt in fünf Runden bewältigen. Dafür haben sie 60 Stunden Zeit. Die Strecke ist nicht genau vorgegeben, weswegen die Länge pro Runde variiert. Dieses irrsinnige Rennen gibt es schon seit 1986, geschafft haben es aber erst insgesamt 15 Läufer.

Der Badwater Ultramarathon ist 135 Meilen (217,26 km) lang und geht durch das Death Valley. Dort herrschen regelmäßig Temperaturen von über 50°C. Der bisher schnellste Läufer hat insgesamt 21 Stunden und 33 Minuten benötigt.

Doch auch für diejenigen, die es ein bisschen entspannter angehen wollen, gibt es Läufe, die von Pfadis für Pfadis und Wanderlustige organisiert werden!

Burgunderlauf

Im Gau Neuburgund (Rheinland-Pfalz/Saar) gibt es seit 1997 den Burgunder lauf, welcher 75 Kilometer lang ist. Ziel ist es, an einem Tag alle Stämme des Gau Neuburgunds zu besuchen. Man klappert zu Fuß einmal alle Pfadiheime (#pfadiheimat) von Bad Dürkheim bis Neustadt an der Weinstraße ab. Jedes Jahr wechselt der Ort/Stamm, an dem der Lauf beginnt und endet.
Katarina vom Stamm Salier aus Bad Dürkheim war schon mehrmals dabei und berichtete in einem Interview von ihren Erfahrungen.

Gau Neuburgund (GNB) und der Burgunderlauf

Afklabastern

Der VCP-Hamburg organisiert jedes Jahr Afklabastern. Das ist plattdeutsch und bedeutet: sich müde laufen. Der Sinn des Laufs ist genau das. 100 Kilometer in 24 Stunden wandern soll die Hürde sein, die es hier zu überwinden gilt. Die Strecke startet in Hamburg in Finkenwerder an der Elbe. Dann geht es in einem weiten Süd-Ost-Bogen in Richtung Geesthacht über die Elbe bis in den Sachsenwald.
Michel vom Stamm Martin-Luther-King aus Barsbüttel hat diesen Lauf bewältigt und ebenfalls Fragen dazu beantwortet.

Afklabastern vom VCP-Hamburg