Ziegen wie du und ich

Maria Anna Leenen: Ziegen wie du und ich, adeo-Verlag, 2019

Was ich von meinen vierbeinigen Weggefährten über Gott und die Welt lerne.

In sechs Kapiteln und auf knapp 190 ­Seiten erfahren wir als Leser*innen von Maria Anna Leenen, wie sich ihre Sicht auf Tiere mit den Jahren verändert hat – von liebenswerten „Dingen“, für deren Nutzung sie bezahlt hat, hin zu Weggefährten, von denen sie etwas über Gott und die Welt lernt.
Sie nimmt uns mit auf ihre – auch spirituelle Reise als Einsiedlerin inmitten ihrer Zwergziegenschar. Damit schenkt sie uns etliche Impulse, unseren Blick auf Tiere – Nutztiere als auch Haustiere – zu überdenken und unser Handeln dementsprechend zu verändern. Das tut sie jedoch niemals mit dem erhobenen Zeigefinger, auch wenn sie klare und starke Worte findet, um uns Leser*innen ihr Anliegen zu verdeutlichen. Mehr noch, sie erzählt von Begegnungen zwischen ihren Zwergziegen und Besuchern ihrer Klause sowie Kindergartenkindern und Senioren, die sie mit ihren Ziegen aufsucht, denen die Ziegen in der Begegnung glückliche Momente bescheren. Zudem regt sie durch ihre Erfahrungen religiös praktizierende Menschen an, ihre bestehende Glaubenspraxis neu in den Blick zu nehmen. Es gelingt ihr, ihre sehr persönliche Geschichte mit wissenswerten Hintergrundinformationen aus der Verhaltensbiologie, Psychologie, Astronomie, Theologie und auch der Religionsphilosophie zu verknüpfen. Dabei liest sich ihre Geschichte flüssig und kurzweilig. Einige Zeichnungen und Fotos bereichern ihre Worte.

 vergibt Klaudyna Smasal

 

Hört ein Interview mit der ­Autorin in unserem Podcast:

Tierisch, Tierisch